Karl August Ohrt:
Lauschender Knabe

Karl August Ohrt: Lauschender Knabe (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Karl August Ohrt: Lauschender Knabe (1952, Keramik)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20251 Hamburg (Eppendorf)

Beschreibung

Im kleinen Skulpturengarten am Erika-Haus des UKE hockt auf einem niedrigen Sockel ein kleiner Junge. Das Gesicht hat er nach oben zur Sonne gewendet, den Oberkörper leicht zurückgelehnt. Ganz entspannt und versonnen sitzt er da, den rechten Fuß auf den Sockel gelegt, während das linke Bein locker nach unten hängt. Karl August Ohrt fängt in der kleinen Plastik den Moment der Stille und des Genießens ein, in dem der Knabe ganz im Einklang mit der Welt ist.

Künstler/in

Karl August Ohrt wurde am 20. Februar 1902 in Schönwalde bei Eutin geboren. Zunächst wurde er Landwirt. Mit 21 Jahren besuchte er die Klasse des Malers Julius Wohlers an der Landeskunstschule am Lerchenfeld. 1931–1932 absolvierte er zwei Semester Bildhauerei bei Richard Luksch, blieb aber weitgehend Autodidakt. Seine erste größere Plastik Tanzende Mädchen wurde 1935 in Hamburg aufgestellt, aber später von den Nationalsozialisten als entartet eingestuft. Nach dem Krieg wurde sie wieder am alten Standort im Stadtpark aufgestellt. Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und Teilnehmer an mehreren DKB-Jahresausstellungen. Als Auszeichnungen erhielt er 1961 den Edwin-Scharff-Preis und 1985 die Biermann-Ratjen-Medaille. Mehrere Arbeiten von ihm stehen im Hamburger Raum. Am 5. Oktober 1993 starb Karl August Ohrt in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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