Karl August Ohrt:
Stele

Karl August Ohrt: Stele (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Karl August Ohrt: Stele (1977, Aluminiumguss)
Polizeikommissariat 27, Koppelstraße 7, 22527 Hamburg (Stellingen)

Beschreibung

Auf dem Hof des Polizeikommissariats in Stellingen steht eine Stele von Karl August Ohrt. Vier unregelmäßig geformte Elemente, die an Bauklötzer erinnern, stehen übereinander gestapelt, bilden dabei aber eine so fragile Balance, dass der Turm im nächsten Moment zu kippen scheint. Variationen dieser Arbeit hat der Künstler mehrfach erstellt wie etwa die Drei Bögen im Skulpturenpark Nortorf oder die Atmende Stele in Rahlstedt. Stets geht es um das Zusammenspiel der Formen im konstruierten Spannungsverhältnis.

Text: jp

Person

Karl August Ohrt
Karl August Ohrt wurde am 20. Februar 1902 in Schönwalde bei Eutin geboren. Zunächst wurde er Landwirt. Mit 21 Jahren besuchte er die Klasse des Malers Julius Wohlers an der Landeskunstschule am Lerchenfeld. 1931–1932 absolvierte er zwei Semester Bildhauerei bei Richard Luksch, blieb aber weitgehend Autodidakt. Seine erste größere Plastik Tanzende Mädchen wurde 1935 in Hamburg aufgestellt, aber später von den Nationalsozialisten als entartet eingestuft. Nach dem Krieg wurde sie wieder am alten Standort im Stadtpark aufgestellt. Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und Teilnehmer an mehreren DKB-Jahresausstellungen. Als Auszeichnungen erhielt er 1961 den Edwin-Scharff-Preis und 1985 die Biermann-Ratjen-Medaille. Mehrere Arbeiten von ihm stehen im Hamburger Raum. Am 5. Oktober 1993 starb Karl August Ohrt in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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