Karl Geiser:
Italienerin

Karl Geiser: Italienerin (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Karl Geiser: Italienerin (Bronze, 1941–43)
Bürgergärten, Behnhausgarten, Königstraße 9, 23552 Lübeck

Beschreibung

Die Bronzeplastik der Italienerin von Karl Geiser im Behnhausgarten erinnert an klassische Aktdarstellungen. Der Künstler fühlt sich der klassischen Kunst sehr viel stärker verbunden als den modernen Kunstströmungen. Ebenso will er mit seinen Bildnissen – egal ob Plastik, Grafik oder Fotografie – die Menschen (der Arbeiterklasse) in ihrer Würde darstellen. Die Italienerin ist ein gestrafft aufrecht stehender Akt mit dem nach vorn gestellten linken Bein. Die naturnahe und leicht idealisierte Darstellung hat eine starke Präsenz und Selbstverständlichkeit, ohne anrührend oder erotisierend wirken zu wollen. Die Kraft strahlt von innen heraus.

Künstler/in

Karl Geiser wurde 1898 in Bern/Schweiz geboren. Nach seiner Matura 1917 in Bern und der Rekrutenschule in Thun bezog er 1918 in Bern sein erstes Atelier. Es folgten zahlreiche Auslandsaufenthalte. Von den modernen Kunstströmungen seiner Zeit grenzte er sich bewusst ab, da er in der klassischen Kunst sein Ideal am besten verwirklicht sah. Für ihn, der sich auch dem Sozialismus verbunden fühlte, stand das idealisierte Menschenbild im Mittelpunkt. Bis zu seinem Freitod 1957 arbeitete er als Bildhauer, Zeichner, Radierer und Fotograf in wechselnden Ateliers.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

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Galerie

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