Karl Heinz Engelin:
Das Postwesen

Karl Heinz Engelin: Das Postwesen (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Karl Heinz Engelin: Das Postwesen (1968, Bronze)
Postfiliale, An der Post 1, 21502 Geesthacht

Beschreibung

An der Außenwand der Postfiliale in Geesthacht hängt ein breites, bronzenes Relief von Karl Heinz Engelin. Es zeigt eine Szene mit zehn stilisierten Figuren, welche nebeneinander platziert den Kern des Postwesens abbilden. Zu sehen sind das Schreiben, Verschicken, Ausliefern und Empfangen von Briefen, das Ferngespräch zweier Personen und schließlich die Verteilung von Paketen. Das Relief ist sehr lebhaft gegliedert und entfaltet eine stark räumliche Wirkung. Auf die Darstellung eines Hintergrundes verzichtet der Künstler bewusst.

Person

Karl Heinz Engelin
Karl Heinz Engelin wurde am 17. Oktober 1924 in Memel (Litauen) geboren. Nach dem Militärdienst und anschließender Internierung holte er 1947 in Plön sein Abitur nach. Danach studierte er Kunstgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und machte gleichzeitig bis 1949 eine Steinmetzlehre. 1950-53 schloss er ein Studium der Bildhauerei in Freiburg i. B. an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste als Meisterschüler bei Wilhelm Gerstel an. 1953 erhielt er den Preis der Akademie Freiburg. Nach einem Studienaufenthalt in Paris an der Académie de la Grande Chaumière in Paris bei Ossip Zadkine heiratete er die Bildhauerin Gisela Hommes. An der Landeskunstschule Hamburg begann er ein Studium bei Edwin Scharff. 1955 war er als Bronzegießer an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart tätig. Ab 1959 hat er gemeinsam mit einer Frau ein Atelier in Hamburg und war als freischaffender Künstler tätig. 1963-70 absolvierte er eine Zusatzausbildung in Bronzeguss, Schmelz- und Schweißverfahren für Edelstahl. In Hamburg hatte er über 40 öffentliche Aufträge für Kunstwerke. Er arbeitete sowohl gegenständlich wie auch abstrakt. 1980 wurde er ausgezeichnet mit dem Verdienstkreuz am Bande. Seine Werke sind in namhaften Sammlungen vertreten. Karl Heinz Engelin starb am 1. Dezember 1986 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Literatur: Karl Heinz Engelin – Plastik, Skulptur, Objekt, Radierung, Zeichnung, Lithographie, Busse Verlagshandlung Herford 1979, ISBN 3-87-120-858-2

Galerie

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