Klaus Noculak:
Gießkanne

Klaus Noculak: Gießkanne (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Klaus Noculak: Gießkanne (1983, Leichtmetall)
Walter-Freitag-Straße Nr 6, Spielplatz, 21031 Hamburg (Lohbrügge)

Beschreibung

Eine Gießkanne?! Was dort auf dem Spielplatz des Wohnquartiers steht, könnte ein vergessenes Utensil sein – wäre es nicht viel zu groß dafür. Denn es überragt die spielenden Kinder und müsste darum schon von einem Riesen genutzt werden. Und so ist die Gießkanne gar keine Gießkanne, sondern gibt nur vor, eine zu sein. Mit seiner Skulptur verfremdet und überhöht Klaus Noculak einen bekannten Alltagsgegenstand und fordert damit unsere Wahrnehmung heraus, sodass wir ihn mit anderen Augen sehen. Die Frage, wann ein Gegenstand zur Kunst wird, hat eine lange Tradition – man denke nur an gemalte Suppendosen. Entscheidend ist hier also nicht die reine Gestalt – die bekannte Form einer Gießkanne – sondern der neue Zusammenhang, in den sie gestellt wird.

Text: jp

Person

Klaus Noculak
Klaus Noculak wurde 1937 in Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen geboren. Nach einer Lehre als Steinmetz studierte er 1957-1960 Bildhauerei an der Werkkunstschule Dortmund bei Karel Niestrath und Eva Niestrath-Berger. Anschließend studierte er bis 1966 an der Hochschule der Künste Berlin, Bildhauerei bei Alexander Gonda und war abschließend bis 1965 sein Meisterschüler. Seit 1968 ist er jährlich mit Ausstellungen und Installationen im In- und Ausland u.a. in Polen, Holland, USA und der Schweiz mit seinen Themen der Gestaltung architektur- und landschaftsbezogener Kunst, Licht-Objekten und Papierarbeiten aktiv. In den Jahren 1968-1996 und 2010 stellte er insgesamt neunmal mit dem Deutschen Künstlerbund aus, in dem er seit 1970 Mitglied ist. Ab 1971 ist er zusätzlich Mitglied beim Westdeutschen Künstlerbund, Vestischen Künstlerbund sowie beim Berufsverband der Bildenden Künstler, Berlin. Der vielfach im konkreten Stil arbeitende Künstler schuf diverse Arbeiten im öffentlichen Raum deutscher Städte. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe sowie 1983 und 1992 Arbeitsstipendien des Senats für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin. 1989-90 hatte er einen Lehrauftrag der Technischen Hochschule Berlin. Klaus Noculak lebt und arbeitet in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Website

Text: hws

Galerie

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