
Wenzel Hablik:
Porträt Ada Seitz
24937 Flensburg
Wenzel Hablik wurde am 4. August 1881 in Brüx, Böhmen geboren. Er absolvierte eine Tischlerlehre in der väterlichen Werkstatt. Anschließend wurde er Porzellanmaler in einer Fabrik in Brüx, danach Zeichner im Büro eines Architekten und Geometers. 1898–1902 besuchte er die Fachschule für Tonindustrie und verwandte Gewerbe in Teplitz-Schönau (heute Teplice, Tschechien). 1902–05 studierte er Malerei an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Felician Myrbach sowie Schrift und Heraldik bei Rudolf von Larisch. 1905–07 absolvierte er ein Studium an der Prager Kunstakademie bei Franz Thiele („Figurale Malerei“). 1908 ließ er sich in Itzehoe nieder. Es folgten diverse Reisen und Studienaufenthalte. 1916 wurde er in den Deutschen Werkbund berufen. 1917 heiratete er Elisabeth Lindemann und führte mit ihr die Handweberei Hablik-Lindemann in Itzehoe. Eine dort erworbene und nach Habliks Entwürfen umgestaltete historistische Villa wurde in den folgenden Jahren Zentrum des gemeinsamen künstlerischen Schaffens. Sein Werk umfasst etwa 600 Gemälde und Grafiken u.a. zum Thema einer kristallinen, expressionistischenen Architektur. Er entwarf außerdem Stoffmuster und Wandbehänge, Möbel, vollständige Inneneinrichtungen, Tapeten, Besteck, Tischgerät, Schmuck, Porzellan und Gebrauchsgrafik, auch schuf er Entwürfe für Mode und für den Ausdruckstanz. Wenzel Hablik starb am 23. März 1934 an den Folgen einer Krebserkrankung. Sein Nachlass befindet sich seit 1995 im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe. Neben der Dauerausstellung finden dort Sonderausstellungen zu Kunst, Architektur und Design statt.
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