
Richard Scheibe:
Grabmal Reemstma
22609 Hamburg-Altona
Richard Scheibe wurde am 19. April 1879 in Chemnitz geboren. Er studierte 1896–99 Malerei an der Kunstakademie Dresden und später in München. Danach wandte er sich der Bildhauerei zu. 1914 wurde er Mitglied der Berliner Sezession. 1925–33 leitete er als Professor die Städelschule in Frankfurt am Main, wurde 1933 von den Nationalsozialisten aus seinem Lehramt an der Städelschule entlassen, bekam dort jedoch 1934 wieder eine Lehrtätigkeit angeboten. 1934 verließ er Frankfurt und lehrte nun an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. 1936 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Seine naturalistischen Werke fanden Zustimmung in der Weimarer Republik, in der NS-Zeit wie auch im Nachkriegsdeutschland gleichermaßen. Er war mit 11 Werken fast durchgehend von 1937 bis 1944 auf der Großen Deutsche Kunstausstellung vertreten. 1944 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft und wurde in die Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten bildenden Künstler aufgenommen, was ihn von einem Kriegseinsatz befreite. 1954 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und im selben Jahr durch die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main geehrt. An seinem 80. Geburtstag wurde er zum Ehrensenator der Berliner Akademie der Künste (West) ernannt. Richard Scheibe starb am 6. Oktober 1964 in Berlin.
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1 Kunstwerk: