Kurt Bauer:
Luchs

Kurt Bauer: Luchs (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Kurt Bauer: Luchs (1968, Bronze)
Vielohweg 124b, 22455 Hamburg (Niendorf)

Beschreibung

Auf einem gemauerten Sockel im Vielohweg sitzt entspannt ein bronzener Luchs des Plastikers Kurt Bauer. Das Tier sitzt ruhig mit aufgestellten Vorderpfoten und schaut aufmerksam zur Seite. Der Körper ist klar geformt und die typischen Merkmale der Ohren und des Bartes sind deutlich herausgearbeitet. Durch die Haltung, Mimik und Physiognomie macht der Luchs einen ernsten und etwas strengen Eindruck, wirkt dabei jedoch vollkommen friedlich.

Text: jp

Person

Kurt Bauer
Kurt Bauer wurde am 18. Februar 1906 in Hamburg geboren. Nach einer landwirtschaftlichen und kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeit absolvierte er eine Ausbildung zum Keramiker in einer Werkstatt im Unterwesterwald. 1931–1935 hatte er eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld, der späteren Hochschule für bildende Künste Hamburg, bei Richard Luksch und Johann Michael Bossard. Hier wurde er vorzeitig wegen kritischer Äußerungen zum Nationalsozialismus entlassen und auch für Wettbewerbe nicht mehr berücksichtigt. 1946 war er Mitbegründer der Werkstattgemeinschaft „Baukreis“, deren Präsident er bis 1951 war. Zu seinen Schülern zählte Ulrich Beier. Seit 1936 erhielt er Aufträge im Rahmen des Programms „Kunst am Bau“, mehrheitlich in Hamburg, und schuf ab 1950 mehr als 70 Tierplastiken für Schulen, Parks und Spielplätze. Stilistisch in der Nachfolge von August Gaul und Hans Ruwoldt, gehörten Tier- und Menschenfiguren, oftmals leicht abstrahiert, in Keramik, Kunst- und Naturstein sowie in Bronze zu seinen bevorzugten Themen. Kurt Bauer starb am 28. Oktober 1981 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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