Kurt Kluge:
Grabmal Blunck

Kurt Kluge: Grabmal Blunck (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Kurt Kluge: Grabmal Blunck
(1917, Marmor, Granit, Höhe 250 cm, Figur 160 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Blunck auf dem Friedhof Ohlsdorf zeigt auf einem grob behauenen Sockel und einer felsartigen Plinthe die Figur einen knienden Kriegers, der in der linken Hand ein Rundschild mit der Aufschrift „Furchtlos und treu“ hält. Bis auf ein Tuch über den Knien ist er unbekleidet. Das linke Knie ist leicht angehoben, der Oberkörper ein wenig seitlich eingedreht und der Blick gesenkt. Ursprünglich stand die Figur auf einem etwa 240 cm hohen Postament. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 818)

Text: jp

Künstler:in

Kurt Kluge
Friedrich Otto Kurt Kluge wurde am 29. April 1886 in Lindenau bei Leipzig geboren. Aufgewachsen in einem kulturfördernden Elternhaus, nutzte er seine Mehrfachbegabung Zeit seines Lebens sowohl für ein umfangreiches schriftstellerisches Werk (mit Erzählungen, Dramen und preisgekrönten Romanen ab Ende der 1920er Jahre) als auch in der Bildenden Kunst mit Grafiken und Zeichnungen und später als Bildhauer. Neben seinem Lehrerberuf wurde er Mal- und Zeichenschüler der Leipziger Akademie und setzte seine Studien 1910 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden beim Bildhauer, Maler und Grafiker Max Klinger fort. Anschließend studierte er an der Leipziger Kunstakademie Bildhauerei und Erzgießen, betrieb ab 1920 eine Erzgießerei in Leipzig und wurde 1921 von Arthur Kampf an die Hochschule für freie und angewandte Kunst in Berlin berufen. Seine Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Metallguss in Deutschland, der Türkei, Italien und Griechenland fanden große Anerkennung. Eine solche Anerkennung wurde auch seinem literarischen Werk zuteil. Kurt Kluge starb am 26. Juli 1940 in Fort Eben-Emael bei Lüttich.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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