Libero Frizzi:
Denkmal für Simón Bolívar

Libero Frizzi: Denkmal für Simón Bolívar (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Libero Frizzi: Denkmal für Simón Bolívar (1960/69, Bronze)
Bolivarpark, Abteistraße / Rothenbaumchaussee, 20149 Hamburg (Harvestehude)

Beschreibung

Als Hafen- und Seefahrerstadt pflegt Hamburg gute Beziehungen zu Ländern in aller Welt und auch viele Auswanderer nutzten den Hamburger Hafen als Startpunkt für ihren Weg in die „Neue Welt“. Hamburg hat aber auch darüber hinaus eine besondere Beziehung zu Südamerika, denn im Jahr 1826 erkannte die Stadt weltweit als erstes die gerade befreiten Länder an. Vermutlich ist dies der Grund, warum seit 1969 ein Denkmal für den Freiheitskämpfer Simón Bolívar in Harvestehude steht. Der Park wird bereits 1954 nach ihm benannt, 15 Jahre später erhält die Hansesteadt vom Botschafter von Venezuela ein großes Bronzestandbild als Geschenk. Als Künstler wird allgemein L. Frizzi genannt, gemeint ist damit höchstwahrscheinlich der italienische Bildhauer Libero Frizzi.

Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco wird am 24. Juli 1783 in Caracas geboren und kommt in den Genuss einer liberale Erziehung im Geiste Rousseaus wie auch verschiedener Reisen nach Europa. Ab 1810 ist er an den ersten Befreiungsversuchen Venezualas gegen Spanien beteiligt, die jedoch fehlschlagen. 1819 kam es zum ersten Sieg über Spanien, woraufhin Bolívar zum Präsident der Republik Großkolumbien ernannt wird, die Neugranada, Venezuela, Panama und Ecuador umfasst. Nach einem Attentat legt er 1830 seine Ämter nieder, wenige Monate später stirbt er. Bis heute wird er in Lateinamerika als Volksheld und Befreier der Länder Venezuela, Ecuador, Bolivien, Peru, Kolumbien und Panama verehrt.

Künstler/in

Libero Frizzi wurde 1893 in Cremona bei Mailand geboren. Er lernte in Mantua unter der Anleitung von Paganini und Marusi und setzte sein Studium in Mailand und später in Rom unter der Anleitung von Adolfo Laurenti fort. 1915 stellte er in Mantua aus und kehrte nach dem Krieg nach Mailand zurück. 1925 nahm er mit zwei Bronzeskulpturen an der Esposizione nazionale d'arte a Brera teil. Zu seinen Werken im öffentlichen Raum gehören ein Denkmal für George Washington (1732–1799) in Indianapolis, USA sowie eine Statue für Francisco de Miranda (1750–1816) in Mérida in Venezuela. Libero Frizzi starb 1954 in Mailand.

Galerie

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