Christian Höpfner:
Liegende Frau

Christian Höpfner: Liegende Frau (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2015)

Daten zum Werk

Christian Höpfner: Liegende Frau (1988, Bronze)
Telekom, Rungholtstraße 9, 25746 Heide

Beschreibung

Die Inszenierung des weiblichen Körpers im Raum ist das Motiv der Bronzeplastik des Bildhauers Christian Höpfner, die ihren Platz vor dem Verwaltungsgebäude der Telekom in Heide gefunden hat. Auf einem quaderförmigen Sockel liegt raumgreifend eine unbekleidete junge Frau. Mit der linken Hand stützt sie ihren Oberkörper ab, während sie die Beine angewinkelt und geöffnet hat. Ihre Haltung wirkt selbstbewusst, entspannt und ohne jede Prüderie. Statt formaler Strenge und Geschlossenheit kennzeichnen Offenheit und Lebendigkeit die Figur, die sich wie eine zerklüftete Landschaft ausbreitet. Ausgeprägte weibliche Rundungen paaren sich mit den deutlichen Richtungswechseln von Armen, Beinen und Oberkörper. Fast meint man den Wind zu spüren, der den Körper der Frau umspielt.

Künstler/in

Christian Höpfner wurde am 5. März 1939 in Burgstall, Altmark geboren. Der spätere Bildhauer, Medailleur und Grafiker studierte 1958–1964 an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei Richard Scheibe und beendete das Studium als sein Meisterschüler. 1964–1969 arbeitete er freischaffender Bildhauer in Berlin. 1969 wurde er Assistent des Bildhauers Waldemar Grzimek an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1972 wurde er Dozent an der TH Darmstadt. Im Jahr 1976 arbeitete er an Plastiken von Gerhard Marcks mit. 1977 folgte die Berufung auf einen Lehrstuhl für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er war Mitglied der Darmstädter Sezession, Künstlergilde Esslingen, Schadowgesellschaft Berlin, Künstlerbund Schwabach, Gründungsmitglied und langjähriges Vorstandsmitglied des Künstlersonderbundes in Deutschland. Sein figürliches und realistisches Gesamtwerk umfasst die klassische Aktfigur, den Torso und das Porträt, meist für den Guss in Bronze modelliert. Darüber hinaus galt die Leidenschaft des Mitglieds der Gesellschaft für Metallkunst sowie der Gruppe Berliner Medailleure dem Design und Motiven von Münzen (u.a. 10 Euro-Münze). Kleinformatige plastische Studien, Zeichnungen und Grafiken runden das Werk ab. Höpfner lebte und arbeitete in Berlin und Nürnberg. Am 4. Dezember 2014 verstarb Christian Höpfner in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)