Lothar Fischer:
Adam und Eva

Lothar Fischer: Adam und Eva (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Lothar Fischer: Adam und Eva (Bronze, 2002/2003)
Museumsquartier St. Annen, seitlich des Eingangsportals, St.-Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

Beschreibung

An der mittelalterlichen Mauer des Museumsquartiers St. Annen stehen in zwei Nischen links und rechts vom Eingangsportal zwei moderne Bronzeplastiken von Lothar Fischer und bilden damit sowohl Kontrast als auch Ergänzung zur Architektur. Die beiden geheimnisvoll wirkenden Plastiken Adam und Eva sind symbolisch abstrahiert und nehmen den Platz ein, den einstmals historische Bauplastik füllte. Die Figuren erinnern in ihrer formalen Gestaltung an eine Mischung aus archaisch-kultischen Skulpturen und modern-abstrakter Darstellung. Sie flankieren den Eingang zum Museum, das dem Publikum ebenfalls eine spannende Mischung aus historischen Zeugnissen und moderner Kunst bietet.

Acht ähnliche Figuren von Lothar Fischer zieren als Enigma-Variationen die Fassade des Meßberghofes im Hamburger Kontorhausviertel.

Künstler/in

Lothar Fischer wurde am 8. November 1933 in Germersheim geboren. Mit Umzug nach Neumarkt in der Oberpfalz studierte er 1952–1958 an der Akademie der Bildenden Künste in München, zuerst Kunsterziehung bei Anton Marxmüller und ab 1953 Bildhauerei bei Heinrich Kirchner. Zusammen mit den Studienkollegen und Malern Heimrad Prem, Helmut Sturm und Hans Peter Zimmer gründete er 1957 die Künstlergruppe „Spur“. Seine Werke beschäftigen sich hauptsächlich mit der abstrahierten menschlichen Figur sowie Reitern und Pferden, die er bevorzugt in Ton gearbeitet hat. Daneben schuf er sein plastisches Werk in Bronze, Eisen sowie Gips-Styropor und arbeitete zahlreiche Tuschpinselzeichnungen sowie Aquarelle. 1971 erhielt er den Förderpreis für Bildhauerei der Stadt München, 1972 den Kunstpreis der Stadt Darmstadt und 1990 den Kunstpreis Rheinland-Pfalz. Seine Werke sind im öffentlichen Raum und in vielen Sammlungen deutscher Museen zu sehen. 1975–1997 lehrte er als Professor an der Universität der Künste in Berlin. 1984 war er Dozent an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Im Jahr 1991 wurde Fischer Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er starb am 15. Juni 2004 in Baierbrunn bei München.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)