Maren Lipp:
Weiblicher Halbakt

Maren Lipp: Weiblicher Halbakt (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Maren Lipp: Weiblicher Halbakt mit hinter dem Kopf erhobenen Armen (1986, Bronze)
Neuer Botanischer Garten, Ohnhorststraße 18, 22609 Hamburg (Osdorf)

Beschreibung

Im Neuen Botanischen Garten in Klein Flottbek steht ein weiblicher Akt, geschaffen von Maren Lipp. Die Frau steht aufrecht und hat beide Arme hinter dem Kopf verschränkt. Dargestellt ist nur der Körper von den Oberschenkeln aufwärts. Die Figur hat Ähnlichkeit mit Arbeiten von Hans Martin Ruwoldt, die rund fünfzig Jahre früher entstanden sind, etwa dem Torso im Skulpturenpark Schloss Gottorf. Das Motiv – stehender weiblicher Akt mit erhobenen Armen – ist ein beliebtes Thema der figürlichen Darstellung, das schon von vielen Künstlerinnen und Künstlern individuell bearbeitet wurde. Maren Lipp zeigt eine Frau mit ausgeprägten weiblichen Rundungen in einer statischen Haltung ohne erkennbare Bewegungen. Das Gesicht mit geschlossenen Augen und geschlossenem Mund ist eher stilisiert angedeutet als individuell ausgeformt. Auch die übrigen Formen des Körpers und der Haartracht sind geglättet und damit verallgemeinert. Alle persönlichen, porträthaften Merkmale sind zurückgenommen, um ein allgemeines Bild des weiblichen Körpers zu schaffen.

Text: jp

Künstler:in

Maren Lipp
Maren Lipp wurde am 18. November 1926 in Hamburg geboren. Erste keramische Arbeiten fertigte sie ab 1965. 1973 wurde sie in Salzburg Meisterschülerin des Bildhauers Prof. Max Rieder. 1975–1981 besuchte sie in Salzburg die Sommerakademie für Bildende Künste bei Wander Bertoni, Gernot Rumpf und Michael Schönholtz. 1982 erhielt sie den Kunstpreis der Stiftung Kinder in Hamburg. Sie arbeitete als Bildhauerin, Malerin und Keramikerin. Maren Lipp starb am 2. Juni 2015 in Hamburg.

Text: hws

Galerie

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