Mary Duras:
Sitzendes Mädchen

Mary Duras: Sitzendes Mädchen (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2025)

Daten zum Werk

Mary Duras: Sitzendes Mädchen (1971, Bronze)
Fritz-Köhne-Schule, Marckmannstraße 61, 20539 Hamburg (Rothenburgsort)

Routenplaner: 53.536034, 10.039997


Beschreibung

Auf dem Hof der Fritz-Köhne-Schule befindet sich die Plastik eines sitzenden Mädchens von Mary Duras. Die unbekleidete junge Frau sitzt aufrecht mit angezogenen Beinen auf dem Sockel, die linke Hand im Schoß ruhend, die rechte auf das Knie gelegt. Die Künstlerin schuf im klassischen Stil eine Aktdarstellung in klaren, gestrafften Formen. Ohne erzählerische Elemente konzentriert sie sich auf die Schönheit des Körpers.

Person

Mary Duras
Mary (Maria Johanna) Duras wurde am 10. Mai 1898 in Wien geboren. Ihre Familie stammte aus Prag, ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie neben Prag und Wien auch in Lemberg, Königgrätz und Mostar. Ab 1916 war sie Schülerin des Bildhauers Josef Drahoňovský an der Prager Kunstgewerbeschule. Als eine der ersten Frauen studierte sie 1919–22 an der Akademie der bildenden Künste in Prag Bildhauerei bei Jan Štursa. 1922 ging sie für ein Jahr nach Dresden und hatte dort Unterricht bei Oskar Kokoschka. Ab 1924 lebte und arbeitete sie fast drei Jahre in Paris und stellte dort auch aus. 1927 kehrte sie nach Prag zurück, heiratete Max Kopf und schloss sich der von ihm gegründeten Bewegung „Junge Kunst“ an, aus der 1929 die Prager Secession hervorging. In den 1930er Jahren war sie auf der Biennale in Venedig und der Weltausstellung in Paris vertreten. Nach der Scheidung von Maxim Kopf heiratete sie 1938 den aus einer jüdischen Industriellenfamilie stammenden Arnold Schück. Nach einer Ausstellung in den Niederlanden kehrte sie 1939 nicht mehr nach Prag zurück, sondern emigrierte nach England. 1945 kehrte sie nach zu ihrem Mann nach Prag zurück. Die Situation der Nachkriegsjahre und besonders nach dem Umsturz 1948 beraubte sie aller Arbeits- und Ausstellungsmöglichkeiten. 1963 emigrierten sie und ihr Mann nach Deutschland und ließen sich in Hamburg nieder. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie 1974 nach Graz. In ihren Werken konzentrierte sie sich intensiv auf figürliche Themen von Frauen, insbesondere Akte und Porträts. Mary Duras starb am 12. August 1982 in Graz.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

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Galerie

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