Max Sauk:
Brunnen

Max Sauk - Brunnen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Max Sauk: Brunnen (Stahl, Granit, 1972, Höhe ca. 2,0 m)
Alter Markt, 24103 Kiel

Beschreibung

Der Alte Markt bildet den Mittelpunkt des mittelalterlichen Stadtgrundrisses. Ursprünglich wird er neben der St. Nikolaikirche unter anderem von den sogenannten Persianischen Häusern und dem Rathaus gesäumt. Während des Zweiten Weltkriegs wird fast die gesamte umgebende Architektur zerstört. Die Nikolaikirche wird vereinfacht wieder aufgebaut, vom historischen Rathaus sind noch die Kellergewölbe erhalten. In der Nachkriegszeit wird der Platz als Verkehrsfläche genutzt, bis im Vorfeld der Olympischen Segelwettbewerbe 1972 mit einer Umgestaltung und Bebauung begonnen wird. Die sechs kleinen Pavillons, die als eine moderne Interpretation der ursprünglichen Platzsituation entstehen, werden in Teilen der Bevölkerung bis heute abgelehnt, doch ist der Platz nun wie einst wieder der wichtigste und lebhaft genutzte Treffpunkt in der Altstadt. Der Brunnen auf dem Alten Markt ist ein Teil der umfassenden Platzgestaltung. In seiner klaren und minimalistischen Ausführung vermeidet der Brunnen jeden Anflug von geschichtsträchtiger Wirkung. Aus einem dicken, leuchtend rot lackierten und geometrisch geformten Stahlrohr fließt das Wasser auf ein ebenfalls geometrisch ausgeformtes Granitbecken. Im Mittelpunkt der Gestaltung steht das Aufeinandertreffen der Formen und Farben, sowie von Stahl, Stein und Wasser.

Künstler/in

Max Sauk wurde 1929 in Hamburg geboren. Er studierte zunächst an der Staatlichen Bauschule, dann an der Kunsthochschule am Lerchenfeld. Seit 1955 ist er freischaffend tätig, erst in Hannover, seit 1985 in Kandern bei Freiburg. Vielfach gestaltete er öffentliche Flächen und Plätze in verschiedenen Städten in Deutschland. Mit Skulpturen aus Granit, Marmor, Holz, Polyester, Bronze und Metall, ebenso Ölbildern, Zeichnungen, Druckgrafiken, Prägedrucken und Collagen deckt er ein weites künstlerisches Spektrum ab. 1965 erhielt er den Förderpreis des Niedersächsischen Kunstpreises für Plastiken. Seit 1974 ist er Mitglied des Deutschen Werkbundes. Max Sauk lebt und arbeitet in Kandern/Holzen.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Ähnliche Kunstwerke

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)