Otto Flath:
Altar in der St.-Lorenz-Kirche

Otto Flath: Altar in der St.-Lorenz-Kirche (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Otto Flath: Altar (1939, Holz, 4 m breit)
St.-Lorenz-Kirche, Steinrader Weg 11A, 23558 Lübeck

Beschreibung

Die im Jahr 1900 erbaute Kirche St. Lorenz wurde 1939 umgestaltet. Die neugotische Kanzel verschwand, der Altar wurde eingelagert und durch eine hölzerne Figurengruppe von Otto Flath ersetzt. Die Gruppe Christus durch die Fülle des Lebens schreitend zeigt die zentrale Figur des Jesus Christus, umgeben von vier szenischen Gruppen, die verschiedene Motive des Lebens darstellen. Zu sehen sind u.a. eine Mutter mit Säugling, ein Arbeiter mit Hammer, ein Krieger mit Schwert und ein Gelehrter mit Schriftrolle, jeweils umgeben von weiteren Personen. Im Jahr 1999 wurde die Kirche erneut umgestaltet. Hierbei wurde der ursprüngliche neugotische Altar wieder aufgestellt und die Figurengruppe an die Seitenwand gestellt.

Text: jp

Person

Otto Flath
Otto Flath wurde am 9. Mai 1906 in Staritzke bei Kiew geboren. 1917 wurde die deutschstämmige Familie aus Russland ausgewiesen und siedelte sich 1919 in Melsdorf bei Kiel an. Nach der Schule absolvierte Otto Flath ab 1922 eine Schnitzerlehre bei Karl Schneider in Kiel und bildete sich 1925 zum Bildhauergesellen fort. 1928 erhielt er ein Stipendium in der Holzbildhauerklasse der Kunst- und Gewerbeschule Kiel. 1932 gründeten er und das Künstlerehepar Burmester gemeinsam den Kieler Künstlerverein. Ab 1936 war er über 50 Jahre lang in Bad Segeberg als freischaffender Holzbildhauer und Maler tätig, nur unterbrochen durch die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sein oft religiös geprägtes Werk umfasst mehr als 3.500 Holzarbeiten, 50 Altäre und weit mehr als 20.000 Aquarelle und Zeichnungen. Arbeiten finden sich in Deutschland, aber auch in skandinavischen Ländern, den USA, der Schweiz und Lettland. Zu den wichtigen Auszeichnungen gehören die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Segeberg 1971 und das Bundesverdienstkreuz 1981. Otto Flath starb am 10. Mai 1987 in Bad Segeberg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: jp

Galerie

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