Otto Geyer:
Grabmal Laeisz

Otto Geyer: Grabmal Laeisz (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Otto Geyer: Grabmal Laeisz (1886, Granit, Bronze)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Laeisz auf dem Friedhof Ohlsdorf ist ein Teil der ersten großen Familiengrabanlage in Ohlsdorf. Die verschwägerten und auch beruflich verbundenen Familien der Reeder und Architekten Laeisz, Canel, Hanssen und Meerwein nutzen gemeinsam eine langgestreckte, rechteckige Fläche in drei querlaufenden Terrassen. Die Grabanlage wurde von Bernhard Hanssen entworfen. Das Grabmal der Familie Laeisz befindet sich am östlichen Ende dieser Fläche. Auf einem Postament aus rötlichem Granit steht ein großer Bronzeengel in langem Gewand und mit mächtigen Flügeln. In der rechten Hand hält er einen großen Palmwedel senkrecht nach oben. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 146a)

Die Familie Laeisz wurde durch Handel und Reederei wohlhabend. Ferdinand Laeisz (1801–1887) war 1847 maßgeblich an der Gründung der Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) beteiligt. Außerdem war er stark wohltätig engagiert und langjähriges Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Sein Sohn Carl Laeisz (1828–1901) baute das Reeder-Geschäft mit großem Erfolg weiter aus. Testamentarisch stiftete er der Philharmonischen Gesellschaft eine neue Musikhalle, die Laeiszhalle.

Künstler/in

Otto Geyer (eigentlich Karl Ludwig Otto Geyer) wurde am 8. Januar 1843 in Charlottenburg geboren. 1859–1864 studierte er an der Königlichen Akademie der Künste und im Atelier des Bildhauers Hermann Schievelbein, dessen Atelier er nach seinem Tod übernahm. Anschließend setzte er sein Studium am Thorwaldsenmuseum in Kopenhagen fort. Ab 1891 war er Dozent für ornamentales und figürliches Modellieren an der Technischen Hochschule Charlottenburg, ab 1892 auch an der II. Handwerksschule, deren Leiter er 1904–1913 war. 1893 erhielt er den Professorentitel. Bekannt wurde er durch Arbeiten in der Eingangshalle der National Galerie in Berlin, dem Kaiser-Wilhelm Denkmal in Iserlohn, dem Fries im Martin Gropius Bau und am Roten Rathaus in Berlin oder den Standbildern von Luther und Melanchton in der Schlosskirche von Wittenberg. Otto Geyer starb am 25. März 1914 in Charlottenburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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