Paul Heinrich Gnekow:
Schusterjunge

Paul Heinrich Gnekow: Schusterjunge (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Paul Heinrich Gnekow: Schusterjunge (1990, Bronze)
Reichenstraße / Bahnhofstraße, 25355 Barmstedt

Beschreibung

Auf einer Grünfläche an der Reichenstraße in Barmstedt steht auf einem niedrigen Granitsockel die Bronzeplastik eines Schusterjungen. Paul Heinrich Gnekow schuf sie anlässlich des 850-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 1990 und verweist damit auf den einstmals weit verbreiteten Berufsstand. Ganze 133 Schuhmacher soll es 1839 in der Kleinstadt gegeben haben. Der bronzene Schusterjunge steht freundlich und fröhlich auf dem Sockel und blickt stolz auf den fertigen Schuh in seiner linken Hand, den er wohl gerade ausliefern soll. Den zweiten Schuh hat an einem Band um den Hals hängen. Die Figur ist lebhaft und naturnah gestaltet, ausgestattet mit Details wie Gürtelschnalle und Mütze.

Text: jp

Künstler:in

Paul Heinrich Gnekow
Paul Heinrich Gnekow wurde am 16. Oktober 1928 in Marne, Schleswig-Holstein, geboren. Nach Schulbesuch und Militärdienst lernte er das Steinmetzhandwerk im väterlichen, bereits vom Großvater gegründeten Betrieb. Dann studierte er in Wunsiedel bei Professor Artur Sansoni, erwarb 1951 den Meisterbrief der Handwerkskammer Bayreuth. Paul Heinrich Gnekow schuf u.a. das Deicharbeiterdenkmal in Meldorf, den Poseidon auf der Lübecker Puppenbrücke, aus Sandstein eine Madonna mit Kind für den Giebelpfeiler des Lübecker Holstentors und die Figurenplatten an der Kirche in Barlt. Ein Liebespaar von Gnekow steht in St. Tropez. 2006 erhielt Paul Heinrich Gnekow den Kunstpreis des Kreises Dithmarschen. Er starb 2015.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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