Richard Emil Kuöhl:
Lesendes Mädchen

Richard Emil Kuöhl: Lesendes Mädchen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Richard Emil Kuöhl: Lesendes Mädchen (1931, Klinkerkeramik)
Ballettzentrum, Caspar-Voght-Straße 54, 20535 Hamburg (Hamm)

Beschreibung

Das denkmalgeschützte Gebäude der Ballettschule in der Caspar-Voght-Straße wurde 1929-31 nach Plänen von Fritz Schumacher als Schulbau errichtet. Der Eingangsbereich ist reich verziert und trägt oberhalb der Tür eine dunkle keramische Figur von Richard Emil Kuöhl. Das Lesende Mädchen steht bildhaft für den Wert der Bildung. Es steht aufrecht im langen Kleid, hat ein Buch unter den Arm geklemmt und ein zweites aufgeschlagen in den Händen.

Text: jp

Person

Richard Emil Kuöhl
Richard Emil Kuöhl wurde am 31. Mai 1880 in Meißen geboren. Nach einer Ausbildung als Kunsttöpfer studierte er ab 1902 an der Dresdner Kunstgewerbeschule beim Bildhauer Karl Groß. Später folgte er seinem Lehrer aus Dresden Fritz Schumacher nach Hamburg, der u.a. für seine Backsteinbauten bekannt geworden ist, die Kuöhl dann in den folgenden Jahren mit Skulpturen ergänzend bestückte. Diese setzte er in Stein, Keramik und Terrakotta für Gebäude u.a. in Bad Oldesloe, Flensburg, Lübeck oder Hamburg sowie in Kunstobjekten auf Grabanlagen des Ohlsdorfer Friedhofs um. Er war Mitglied im Hamburger Kunstverein und 1919–1932 Mitglied der Hamburger Sezession, deren Jahresausstellung 1933 von den Nationalsozialisten zwangsgeschlossen wurde. Auch nach der Machtübernahme der NSDAP diente er den staatlichen Institutionen als Auftragnehmer wie beispielsweise mit dem Kriegerdenkmal in Hamburg, dem dann in den 1980er Jahren das Gegendenkmal des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka gegenübergestellt wurde. Er starb am 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe.

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Galerie

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