Daten zum Werk
Richard Luksch: Gedenkstätte der Gefallenen des Ersten Weltkrieges (1920, Sandstein)
Friedhof Nienstedten, Nienstedtener Marktplatz 19, 22609 Hamburg (Nienstedten)
Routenplaner: 53.5536, 9.843
Beschreibung
Auf dem Nienstedtener Friedhof befindet sich die von Richard Luksch geschaffene Gedenkstätte der Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Sie besteht aus einem mächtigen, achteckigen Monument mit dem umlaufenden Schriftzug „Dem Vaterlande brachten ihr Leben zum Opfer“ sowie Tafeln mit den Namen von 277 im Krieg gefallenen Soldaten. Das zentrale Element ist eine expressionistische Darstellung des gekreuzigten Christus, über dem ein Stahlhelm mit Eichenlaub dargestellt ist. Diese optische und inhaltliche Verbindung von christlichem Opfertod und dem Tod der Soldaten wurde in späteren Jahrzehnten kritisch betrachtet.
Person
Richard Luksch
Richard Luksch wurde am 23. Januar 1872 in Wien geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er ab 1894 an der Akademie der Bildenden Künste in München und fokussierte sich in dieser Zeit auf das Zeichnen und dann später auf die Malerei und die Bildhauerei. 1900 zog er dann zurück nach Wien, wo er 1904 in die Wiener Session eintrat, mit der er mehrfach zusammen ausstellte. In dieser Zeit schuf er Arbeiten u.a. für die Wiener Werkstätten (Ausstattung Palais Stoclet zusammen mit Carl Otto Czeschka) und erhielt öffentliche Aufträge u.a. für Prag, Brüssel, Augsburg und Darmstadt. 1905 verließ er die Wiener Secession und wurde 1907 an die Hamburger Kunst- und Gewerbeschule berufen, wo er ab 1910 als Professor für Entwurf und Bildhauerei lehrte. Der dem Jugendstil verbundene Künstler war u.a. Lehrer von Hans Martin Ruwoldt, Alwin Blaue, Martin Irwahn und Karl August Orth. Er war Mitglied des deutschen Künstlerbundes. 1920–1934 wirkte er intensiv bei den Künstlerfesten mit, aufgrund dessen er wegen NS-kritischer Aktivitäten vorzeitig aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Richard Luksch starb am 21. April 1936 in Hamburg und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben.
Weitere Informationen (extern):Wikipedia
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Galerie
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