Siegfried Assmann:
Knospensprung

Siegfried Assmann: Knospensprung (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Siegfried Assmann: Knospensprung (1970er Jahre, GFK-Kunststoff)
Grundschule Scharbeutz, Schulstraße 5, 23683 Scharbeutz

Beschreibung

Vor der Grundschule Scharbeutz steht eine farbkräftige Skulptur. Die leuchtenden Farben setzte Siegfried Assmann in Glasfaser-verstärktem Kunststoff um, den damals viele Künstler verwendeten. Er sollte besonders witterungsbeständig sein, was sich im Laufe der Jahrzehnte leider als Irrtum herausstellte. Die Plastik ist in den Farben Blau, Grün, Orange und Rot gehalten und erinnert an eine pflanzliche Form, die gerade aufplatzt und wachsen will. Die äußere Hülle scheint durchbrochen und gibt Einblick ins Innere, das sich nun entfaltet. Thematisch passt das Kunstwerk gut vor eine Grundschule, in der sich ebenfalls junges Leben entfaltet.

Künstler:in

Siegfried Assmann wurde am 1. Februar 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen geboren. Er studierte ab 1947 an der Landeskunstschule in Hamburg bei Theo Ortner, Willi Breest und Alfred Mahlau und begann seine künstlerische Karriere 1951. Schnell machte er sich einen Namen als Glasmaler für Kirchenfenster. Zusätzliche Aufträge zu kirchlichen Ausbauten u.a. auch mit Mahnmalen, Reliefs und Interieur ab den 1960er Jahren brachten ihn zur Bildhauerei. Dem Ehrenmal in Gudendorf/Ditmarschen folgten Mahnmale in Husum, Heide und Geesthacht sowie zahlreiche Bronzen für öffentliche und privat Bauten. Bei dem Bau seiner Segelyacht in GFK kam ihm die Idee der Synthese aus Malerei und Bildhauerei. Ungewöhnliche, farbige Skulpturen entstanden in dem damals bewunderten neuen Material. In seiner Tätigkeit im Bereich der Plastik schuf er bis heute mehr als 1.000 hauptsächlich figürliche Arbeiten mit Mensch- und Tiermotiven sowie Arrangements von farbigen Kirchenfenstern in Schleswig-Holstein und Hamburg. Als ein Höhepunkt in seinem Werk gilt die umfangreiche Raumgestaltung im Kloster Nütschau. Siegfried Assmann lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Großhansdorf.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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