Theo M. Landmann:
Fenster der St. Stephanus Kirche

Theo M. Landmann: Fenster der St. Stephanus Kirche (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Theo M. Landmann: Fenster der St. Stephanus Kirche (1971, Bleiverglasung)
Kirche St. Stephanus, An der Allee 21, 23747 Dahme (Ostsee)

Beschreibung

Als Anfang der 1970er Jahre die St. Stephanus Kirche in Dahme durch einen Neubau ersetzt wurde, erhielt Theo M. Landmann den Auftrag für eine umfangreiche Bleiverglasung. Oberhalb des Hauptportals an der Ostwand befindet sich ein großes, dreiteiliges Fenster (630 x 560 cm). An der Westfassade wird der Altarraum von fünf hochrechteckigen Fenstern umrahmt (je 115 x 225 cm). Zwei weitere große, dreiteilige Fenster finden sich im Querschiff an der Nord- und Südseite (je 495 x 640 cm). Zehn weitere hochrechteckige Fenster finden sich an der Nord- und Südwand im Längsschiff (je 115 x 225 cm). In sie wurden Motive aus der abgerissenen Kirche einkomponiert.

Die leuchtstarken und farbkräftigen Fenster sind überwiegend frei-abstrakt gestaltet und stehen unter dem Motto „Kirche am Meer“. Es dominieren die Farben Blau und Gelb sowie fließende Formen. An der Ostwand ist eine große Sonne zu erkennen, an der Nordwand lassen sich einige Figuren ausmachen – etwa im unteren Bereich drei szenische Motive auf dem Meer.

Text: jp

Person

Theo M. Landmann
Theo M. Landmann wurde am 10. Februar 1903 in Danzig geboren. 1921-22 besuchte er die Technische Hochschule Danzig, lernte dort Zeichnen und Malen bei Prof. Fritz A. Pfuhle und war vier Semester als Gasthörer der Architektur und Kunstgeschichte. 1923 besuchte er die Staatliche Kunstschule Berlin bei Prof. Georg Tappert und Prof. Philipp Franck, musste das Studium aber aus finanziellen Gründen abbrechen. 1924-25 war er Praktikant in den Vereinigten Süddeutschen Werkstätten für Glasmalerei und Mosaik. 1925-27 arbeitete er als Glasmaler in der Glasmalerei G. Deppen und Söhne in Osnabrück. In den Jahren 1927 bis 1938 unternahm er mehrere Studienreisen nach Italien, Paris und London. 1928-29 besuchte er die Kölner Werkschulen in der Meisterklasse bei Prof. Johan Thorn Prikker. Ab 1929 war er als freischaffender Glasmaler in Osnabrück tätig. 1939 heiratete er die Keramikerin Ruth Landmann geb. Kerckhoff. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er seine Arbeit als freischaffender Künstler wieder auf. Ab 1967 unterrichtete er Kunst an verschiedenen Gymnasien. Er führte zahlreiche Aufträge der Glasmalerei für Kirchen, öffentliche Gebäude und private Auftraggeber in ganz Deutschland aus, ab 1945 vor allem im norddeutschen Raum. Theo M. Landmann starb am 29. Mai 1978 in Osnabrück. Das künstlerische Werk wird vom Landmann-Archiv verwaltet und dokumentiert.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: jp

Galerie

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