Thomas Darboven:
Franz Schubert Gedenkstein

Thomas Darboven: Franz Schubert Gedenkstein (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Thomas Darboven: Franz Schubert Gedenkstein (2006, schwedischer Granit, grau)
Saseler Markt 1, an der Eiche, 22393 Hamburg (Sasel)

Beschreibung

Am Saseler Markt wurde 1928 anlässlich des 100. Todestages des Wiener Komponisten Franz Schubert (* 1797, † 1828) eine Linde gepflanzt. Dies beruhte darauf, dass der sechs Jahre zuvor gegründete Männerchor Salia in jenem Jahr in Wien am Zehnten Bundessängerfest teilnahm und für seinen Vortrag des Liedes „Der Lindenbaum“ von Schubert eine besondere Anerkennung in Form einer Medaille mit dem Bildnis des Künstlers erhielt. In den folgenden Jahren wurde das Lied nun regelmäßig unter der beständig wachsenden Linde gesungen. Im Jahr 2006 wurde der Platz an der Linde neu gestaltet. Seither steht dort nun auch ein Findling, den Thomas Darboven mit einem Porträtrelief von Franz Schubert versah. Bei Regen färbt sich der graue Stein schwarz, daher auch der Name „Schwarzer Schwede“.

Text: jp

Person

Thomas Darboven
Thomas Darboven wurde am 2. Dezember 1936 in Hamburg geboren. Nach einer Tischlerlehre studierte er 1959–1967 Bildhauerei an der Berliner Hochschule für Bildende Künste bei Paul Dierkes (dessen Meisterschüler er war) und Hans Uhlmann. Ursprünglich galt seine künstlerische Motivation der abstrakten Kunst, die er in Arbeiten sowohl in Holz, Stein, Bronze und Aluminium fertigte. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1967 arbeitete er dort als freier Bildhauer und wurde Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler. Ab dieser Zeit war er auch aktiv mit Arbeiten für Kunst im öffentlichen Raum bzw. Kunst am Bau mit vielen Werken in Hamburg später dann vorzugsweise in Zusammenarbeit mit anderen Architekturvorhaben. In dieser Zeit entstanden auch zwei seiner figürlichen Arbeiten von Brahms und Schubert. Thomas Darboven lebt und arbeitet in Hamburg Nienstedten.

Text: hws

Galerie

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