Uwe Bangert:
Wappen der Stadt Neumünster

Uwe Bangert: Wappen der Stadt Neumünster (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Uwe Bangert: Wappen der Stadt Neumünster
(1984, Ziegelrelief, ca. 180 x 130 cm, Architekt: Dissing & Weitling, Kopenhagen)
Fassade Rathaus Neumünster, Großflecken 63, 24534 Neumünster

Beschreibung

Für den Neubau des Rathauses in Neumünster gestaltete Uwe Bangert 1984 eine reduzierte Version des Stadtwappens als Ziegelrelief. Das Wappen zeigt eine Silhouette von Fabrikschornsteinen, darunter das holsteinische Nesselblatt und ganz unten einen Schwan. Das Relief mit einer Höhe von 1,80 m prangt an der Fassade vom Großflecken aus und dienst damit als prägnanter und doch dezenter Hinweis auf die Funktion des Gebäudes.

Künstler:in

Uwe Bangert wurde am 17. November 1927 in Neumünster geboren. Mit Umzug 1938 nach Bad Segeberg und Abitur 1948 hatte er sich entschlossen, inspiriert durch ein Gemälde von Karl-Storch dem Älteren, Künstler zu werden. 1949–1950 erhielt er an der privaten Kunstschule „Auf dem Steinberg“ in Plön bei Erich Richter und Karl Storch d. J. seine Kunstausbildung. 1950 bis 1951 studierte er an der Landeskunstschule in Hamburg bei Alfred Mahlau mit dem Schwerpunkt angewandte Kunst und Gestaltung. Sein stilistischer Fokus lag Zeit seines Lebens auf einem genauen, altmeisterlichen, fast fotografisch exakten Realismus mit Grafiken, Zeichnungen und Gemälden. Dabei standen Motive wie Stilleben, Portraits, Insekten oder auch Landschaften, mehrheitlich aus dem regionalen Umfeld, im Vordergrund. Gemeinsame Ausstellungen, wie 1995 mit den Norddeutschen Realisten, bestätigen diese Zielausrichtung. Ab 1961 begann er zusätzlich bildhauerische Arbeiten zur Kunst am Bau (u.a. für die Grundschule in Fahrenkrug), deren Zyklus 1995 mit dem Ziegelrelief „Baum“ an der Grundschule in Nützen endet. Zur Kunst im öffentlichen Raum gehören u.a. Keramische Wandbilder, Bildteppiche, Kirchenfenster, Ziegelreliefs und Brunnen. Ab 1951 war er freischaffender Künstler, Mitglied im BBK Schleswig-Holstein, sowie ab 1953 Mitglied und Teilnehmer an allen Landesschauen des BBK/LBK und hier u.a. Jurymitglied für die Landesschau. In den 1960 und 70er Jahren unterrichtete er an der Volkshochschule in Bad Segeberg. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, Reisestudien sowie diverse Stipendien in Norwegen, Frankreich, Dänemark und Italien, die Verleihung der Heinrich-Rantzau-Medallie (1988) als auch die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Segeberg (2007) prägten sein künstlerisches Leben. Am 3. November 2017 verstarb Uwe Bangert in Bad Segeberg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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