Wilhelm Cordes:
Cordesbrunnen

Wilhelm Cordes: Cordes-Brunnen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Wilhelm Cordes (Entwurf): Cordesbrunnen (roter Mainsandstein)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Der sogenannte Cordesbrunnen auf dem Friedhof Ohlsdorf ist nach dem Architekten Wilhelm Cordes (1840–1917) benannt, welcher maßgeblich an der Planung und Gestaltung des Friedhofes als Parklandschaft beteiligt war. Ab 1877 war er Bauleiter, später Friedhofsverwalter und anschließend Friedhofsdirektor. Er war für die Gestaltung der Grünanlagen und der meisten Gebäude verantwortlich. Der Brunnen, der urspünglich nur Sandsteinbrunnen genannt wurde, liegt rund 400 Meter vom Haupteingang entfernt mitten in der Parklandschaft auf einer Anhöhe. Zwei geschwungene Treppen rahmen das Becken aus rötlichem Stein ein. Die Gestaltung ist trotz des barocken Schmucks zurückhaltend.

Künstler/in

Johann Wilhelm Cordes wurde am 11. März 1840 in Wilhelmsburg geboren. Nach einer Lehre zum Zimmermann studierte er 1858–1861 am Polytechnikum in Hannover Baukunst, Formenlehre und Ornamentik bei Conrad Wilhelm Hase sowie Technologie bei Karl Karmarsch. Nach der Abschlussprüfung zum Architekten 1861 war er Assistent bei Conrad Wilhelm Hase und für den Bau und die Renovierung von Kirchen in ganz Deutschland tätig. Ab 1874 arbeitete er in der Hamburger Bauverwaltung unter Franz Andreas Meyer und schuf u.a. den Grüngürtel der Außenalster. In mehr als 180 Skizzenbüchern hat er als Direktor (1898–1917) des 1877 eröffneten Friedhofes Ohlsdorf, dem größten Parkfriedhof der Welt, seine Vorstellungen mit Entwürfen und Planungen niedergelegt und war entscheidend für deren Realisierung verantwortlich. Als einer seiner letzten großen Baumaßnahmen entstand das Verwaltungsgebäude am Haupteingang des Friedhofes. Wilhelm Cordes starb am 31. August 1917 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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