Günter Ferdinand Ris: Lichtwand

Günter Ferdinand Ris: Lichtwand, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Günter Ferdinand Ris: Lichtwand (Edelstahl, 1981).
Zentrale Hochschulbibliothek, Mönkhofer Weg, 23562 Lübeck. 

Beschreibung

Eine stählerne Wand steht frei auf der Rasenfläche zwischen Mensa und Bibliothek auf dem Hochschulcampus, rechteckig, mit geringer Tiefe, matt glänzend und vielfältig gegliedert. Doch statt einen Raum von der Umgebung abzugrenzen, wie dies Wände üblicherweise tun, bildet sie als eigenständiges Kunstwerk ihren eigenen Raum. Denn diese Wand hat keine einheitlich glatte Oberfläche, sondern formt sich immer stärker reliefartig aus, je weiter man sich vom linken und rechten Rand der Mitte nähert.

Der verwendete Edelstahl als Material lässt den Betrachter an technische Gebilde denken. Und tatsächlich wurde etwas konstruiert, allerdings nicht nach funktionalen Gesichtspunkten, sondern allein nach ästhetischen. Durch die senkrecht verlaufende Gliederung der Wand, die Vor- und Rücksprünge, die Wölbungen und die Faltungen entsteht eine ganz eigene Dynamik. Das Licht aus der Umgebung wird nicht gleichmäßig reflektiert, sondern bricht sich ganz unterschiedlich und zeigt einen sehr lebendigen Wechsel von Licht und Schatten, der sich beim Umschreiten der Plastik immer wieder verändert.

Künstler

Günter Ferdinand Ris (G. F. Ris) wurde am 16. Mai 1928 in Leverkusen geboren. 1947–1951 studierte er in Karlsruhe, Düsseldorf und Freiburg im Breisgau. Seit 1952 arbeitete er als Porträtmaler, Typograf und Werbeberater. Seit 1960 war er als Bildhauer tätig und stellte u.a. auf der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig aus. Viele seiner Arbeiten spielen mit dem Verhältnis von Fläche und Raum, sowie der dynamischen Wirkung des Lichts. Er starb am 15. Mai 2005 in Darmstadt.

Galerie

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