Alfred Schmidt: Max und Moritz

Alfred Schmidt: Max und Moritz, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Alfred Schmidt: Max und Moritz (Tombakblech, 1993).
Wilhelm-Busch-Platz, 22850 Norderstedt.

Beschreibung

Wilhelm Busch veröffentlichte seine gezeichnete Geschichte über die Bubenstreiche von Max und Moritz im Jahr 1865 und schuf damit ein Werk, das bis heute Generationen von Kindern und Erwachsenen zum Lachen gebracht hat. Für den Norderstedter Wilhelm-Busch-Platz schuf Bildhauer Alfred Schmidt eine naturalistische Nachbildung der beiden Figuren aus bis zu 4 mm starkem Tombakblech, das aufwändig von Hand geschmiedet und verschweißt wurde.

Der Künstler hat eine besonders lebendige Szene aus der Geschichte zum Vorbild für seine Plastik gewählt: Max und Moritz tragen beide in jeder Hand ein gebratenes Hühnchen, die sie gerade von der Witwe Bolte stibitzt haben. Die diebische Freude ist den beiden Buben anzusehen, die forschen Schritts mit ausgestreckten Armen über den Felsstein steigen, der als Sockel auf dem Platz steht. Die gelöste Stimmung wird unterstrichen durch die schwerelos wirkende Montage der Figuren auf dem Stein: Nur kleine Berührungspunkte verbinden sie mit dem Sockel, während der größte Teil frei zu balancieren scheint.

Künstler

Alfred Schmidt wurde 1914 in Dresden geboren. Dort erlernte er die Schmiedekunst in der schon von seinem Großvater betriebenen Werkstatt. Nach dem Krieg verließ er die DDR und zog 1956 nach Trappenkamp bei Bad Segeberg. Zeit seines Lebens schuf er ca. 3.000 Entwürfe für Brunnen, Stelen, Tore, Geländer, Leuchten und Schriften. Darunter waren auch ca. 450 Arbeiten zu Kunst am Bau. Seine große Anzahl teils sehr filigranen Werke in Bad Segeberg, Bad Bramstedt und Norderstedt bis hin nach Schweden, Japan und die USA begründete seinen überregionalen Bekanntheitsgrad. Bis 2005 betrieb er seine Werkstatt in Trappenkamp und verstarb dort 2009.

Galerie

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