Horst Antes:
Figur 1000

Horst Antes: Figur 1000 (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Horst Antes: Figur 1000 (1987, Stahl, 220 x 70 x 90 cm)
LevoPark Bad Segeberg, Jaguarring 7, 23795 Bad Segeberg

Beschreibung

Das grafische und malerische Werk von Horst Antes ist geprägt durch seine „Kopffüßler“ und „Schablonenfiguren“, eigenwillige Wesen, die an menschliche Figuren erinnern, aber surreal verfremdet sind. Mit ihnen präsentiert der Künstler ein ganzes Universum fantasievoller Geschöpfe in vielfältigster Ausprägung. Auch in seinen Stahlplastiken greift er auf diese etablierten Figuren zurück, reduziert sie aber so stark, bis oft nur noch Silhouetten bleiben. Ein solches Werk ist seine Figur 1000, die in einer Auflage von 1000 Exemplaren entstanden ist und nun die verschiedensten Orte in aller Welt bevölkert. Sie zeigt als Schattenrriss einen stark stilisierten und verfremdeten Körper, in den nur Auge und Mund eingraviert sind. Die Figur ahmt keinen menschlichen Körper nach, sondern wirkt als ganz eigenständiges Wesen. Die in hoher Auflage produzierte Figur erhält ihren individuellen Charakter durch die Wechselwirkungen mit unterschiedlichen städtischen und landschaftlichen Umgebungen.

Text: jp

Person

Horst Antes
Horst Antes wurde am 28. Oktober 1936 in Heppenheim/Bergstraße geboren. 1957-59 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei HAP Grieshaber. 1962 erhielt er ein Stipendium der Villa Romana in Florenz, 1963 eines der Villa Massimo in Rom. Seit 1967 war er Professor für Malerei an der Karlsruher Akademie und leitete dort die Malklasse. 1968 erhielt er eine Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste (heute Universität der Künste) in Berlin. Seit 1983 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Nach anfänglich informeller Malerei wandte er sich der figurativen Malerei zu und suchte dort nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. So entstand seine Kunstfigur der „Kopffüßler“, die durch das Werk von Willem de Kooning, die Art Brut sowie den Primitivismus beeinflusst sind und die sein Werk in vielfältiger Weise prägen. Später folgten die „Schablonenfiguren“, die noch stärker auf die Silhouette reduziert waren. Zwischen 1961 und 1992 nahm er fünfzehnmal an den großen Jahresausstellungen des Deutschen Künstlerbundes teil. Dreimal war er Teilnehmer der dokumenta in Kassel (1964, 1968 und 1977). 1977-79 war er Mitglied im Vorstand des Deutschen Künstlerbundes. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter 1966 den Preis für Malerei der Biennale Venedig, 1989 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 1992 den Großen Preis der Biennale von São Paulo. Seine Arbeiten sind in vielen renommierten Sammlungen vertreten und wurden weltweit ausgestellt. Horst Antes lebt und arbeitet in Karlsruhe, zeitweilig auch in Berlin und Florenz, Italien.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: jp

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)