Jörg Plickat:
Valse

Jörg Plickat: Valse (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Valse – Hommage à Chopin
(2004, Cortenstahl, H 420 L 500 W 370, aufgestellt 2021)
Bülker Weg, 24229 Strande

Beschreibung

An der Promenade von Strande zum Bülker Leuchtturm treffen die Passanten auf zwei große Körper aus rostrotem Cortenstahl, die einander gegenüberstehen und als Einheit wirken. Beide Körper setzen sich individuell aus mehreren kleineren, kubischen Formen zusammen, wobei der optische Schwerpunkt jeweils im Kopfbereich lagert. Die schweren Körper erscheinen bewegt und fast beschwingt. Man fühlt sich an ein tanzendes Paar erinnert, das sich zur Musik bewegt. So bezeichnet Jörg Plickat sein Werk auch als Hommage à Chopin, eine Verbeugung vor dem großen Komponisten. Das Werk wurde zuvor bereits in mehreren renommierten Ausstellungen gezeigt.

Die Skulptur ist ein Teil des Projektes SKULPTUREN AM MEER. Fünf Stationen eines Skulpturenpfades verbinden die großvolumigen Werke mit der umgebenden Natur an der Kieler Förde.

Zur Ausstellung: SKULPTUREN AM MEER

Text: jp

Person

Jörg Plickat
Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. Er studierte Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seine erste Ausstellung hatte er 1979 in der Werkstatt Maulwurf in Kiel. Er war auf zahlreichen europäischen Kunstmessen und auf über 250 Ausstellungen weltweit vertreten. Mehr als 60 überwiegend monumentale und raumgreifende Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum und in Kirchen im norddeutschen Raum sowie an vielen Orten im Ausland. 2011 war er als erster nichtchinesischer Lehrer an den hochrangigen Akademien in Peking und Hangzhou tätig. War in den 80er Jahren sein bevorzugtes Material noch Holz und später Naturstein bei überwiegend figürlichen Motiven, arbeitet er seit den 90er Jahren in seinen kubistisch reduzierten und dennoch menschlichen proportionalen Formen in Bronze und Corten-Stahl. 2012 erhielt er den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, eröffnete 2013 mit neun Skulpturen seinen eigenen Skulpturenpark „Koppel der Künste“ in Bredenbek und gewann 2015 mit dem Macquarie-Preis Australiens höchsten Preis für Bildhauerei. 2018 erhielt er den NordArt-Preis 2017. Jörg Plickat lebt und arbeitet in Bredenbek.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

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