Ursula Hensel-Krüger:
De Fischer un sine Fru

Ursula Hensel-Krüger: De Fischer un sine Fru (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Ursula Hensel-Krüger: De Fischer un sine Fru (Bronze)
Bürgerschule, Asmussenstraße 1, 25813 Husum

Beschreibung

Das plattdeutsche Märchen von dem Fischer und seiner Frau Ilsebill wurde in der Sammlung der Brüder Grimm bekannt. Zugeschrieben wird es Philipp Otto Runge, der es 1806 an seinen Verleger schickte. Die Geschichte um die immer weiter ausufernden Wünsche der Fischersfrau gehört heute zu den bekanntesten Märchen und wurde mehrfach verfilmt. Auch der Roman Der Butt des Nobelpreisträgers Günter Grass basiert aus der Vorlage.

Die kleine Bronzeplastik von Ursula Hensel-Krüger vor der Bürgerschule in Husum zeigt die Eheleute in lebensnaher und humorvoller Art. Während Ilsebill munter redet, schaut ihr Mann sorgenvoll nach oben. Zwischen beiden ist der Fisch zu sehen. Ein weiterer Guss steht als Brunnenfigur am Lornsenpark in Schleswig.

Künstler/in

Ursula Hensel-Krüger wurde am 26. Juni 1925 in Hamburg geboren. Die ersten zehn Jahre ihrer Kindheit lebte sie in den Vereinigten Staaten. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte sie in Kiel und arbeitete dort als Kindergärtnerin. Anschließend begann sie ihre Kunststudien überwiegend autodidaktisch und besuchte 1950 als Gast die Stuttgarter Kunstakademie. 1951 studierte sie ein Jahr lang in Mailand, Florenz und an der Accademia di Belle Arts di Roma. 1956 stellte sie ihre ersten Plastiken aus. Mit den Mitteln eines einjährigen Landesstipendiums studierte sie dann in Paris und Italien. Auch Reisen nach Mittel- und Südamerika und nach Russland folgten später. Seit 1963 lebte und arbeitete sie in Westerland/Sylt und erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. Mit ihren Plastiken wollte sie Optimismus und Freude ausstrahlen und ein Gegengewicht zum harten Alltag aufzeigen. 1983 beendete sie ihre bildhauerische Tätigkeit. Ursula Hensel-Krüger nahm sich am 25. Februar 1992 in Westerland das Leben.

Galerie

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