Anton Gangloff und Josef Schmid:
Bildfenster Großherzog Friedrich Wilhelm

Anton Gangloff und Josef Schmid: Bildfenster Großherzog Friedrich Wilhelm (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Anton Gangloff und Josef Schmid: Bildfenster Großherzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz (1895, Glasmalerei)
Ratzeburger Dom, Domhof 35, 23909 Ratzeburg

Beschreibung

An der Westseite des Ratzeburger Doms befindet sich ein farbkräftiges und leuchtstarkes Rundbogenfenster, das den Großherzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz (1819–1904) und seine Gemahlin Prinzessin Augusta Karoline (1822–1916) darstellt. Friedrich Wilhelm hatte das Amt des Großherzogs von 1860 bis zu seinem Tode 1904 inne. Das Fenster entstand rund zehn Jahre vor seinem Tod und zeigt den älteren Herrscher und seine Gemahlin neben der Fassade des Doms. Die Gestaltung der Figuren übernahm Anton Gangloff, die dekorativen Elemente gestaltete sein Kollege Josef Schmid, beide als Mitarbeiter der Tiroler Glasmalerei und Mosaik-Anstalt in Innsbruck.

Text: jp

Künstler:in

Anton Gangloff
Anton Gangloff wurde am 19. Januar 1855 in Tirol geboren. Von 1883 bis 1907 war er als Maler und Zeichner in Innsbruck tätig und war u.a. an der Realisierung der folgenden Glas-Fenster-Objekte in Österreich, Tschechien und Deutschland beteiligt: Dekanatskirche in Karlsbad (1883/89); Pfarrkirche in Prerau (1887); Münster in Konstanz (1887); St. Nikolaus in Innsbruck (1888); Pfarrkirche in Sterzing (1889); Schlosskirche in Schwerin (1907). Die Arbeiten in der St. Paulskirche in Aachen (1890/91) und im Ratzeburger Dom (1895) fertigte er zusammen mit dem österreichischen Architekten Josef Schmid. Anton Gangloff starb am 14. Juli 1907 in Innsbruck.

Text: hws

Josef Schmid
Josef Schmid wurde am 3. August 1842 in Bozen, Südtirol geboren. Nach handwerklicher Lehre in der Werkstatt seines Vaters studierte er 1864-1866 an der Akademie für Bildende Künstler in München. Im Rahmen seiner vielen Reisen durch Italien, Frankreich und Deutschland war er u.a. 1869/1870 Schüler der Bauhütte des Kölner Doms. 1874 kam er dann nach Innsbruck, wo er von 1875-1896 als Architekturzeichner für die „Tiroler Glasmalerei Anstalt“ bei der Erstellung von Kirchenfenstern und später als Selbstständiger im Umfeld Kirchenarchitektur und Altarbauten arbeitete. Hierbei war er u.a. bei der Realisierung zu folgenden Objekten in Österreich, Schweden U.S.A. sowie auch in Deutschland beteiligt: Laskau (Thüringen,1884); Gertrudiskirche (1884) und Harvestehuder Kirche in Hamburg; Borken, Pfarrkirche (1886): Marienkirche in Rostock. Die Arbeiten in Aachen, St. Paulskirche (1890) sowie dem Ratzeburger Dom (1895) fertigte er zusammen mit dem österreichischen Maler und Zeichner Anton Gangloff. Josef Schmidt starb am 23. Februar 1914 in Innsbruck.

Text: hws

Galerie

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