Carl Lambertz:
Schifffahrt

Carl Lambertz: Schifffahrt (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Carl Lambertz: Schifffahrt (1961, Mosaik)
Kanaltunnel B77, Nordseite, 24768 Rendsburg

Beschreibung

Oberhalb der nördlichen Einfahrt zum Rendsburger Kanaltunnel befindet sich eine grafische Mosaikarbeit von Carl Lambertz. Ganz wie im richtigen Leben, wo oberhalb der Autofahrer im Tunnel die großen Containerschiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal verkehren, sind auch hier die Schiffe im Kanal zu sehen. Der Künstler stellt sie grafisch abstrahiert in geometrischer Formensprache dar.

Text: jp

Person

Carl Lambertz
Carl Lambertz wurde am 29. März 1910 in Düsseldorf geboren. 1925-28 machte er eine Lehre als Kirchenmaler und arbeitete anschließend als Malergeselle. An der Kunstgewerbeschule Düsseldorf besuchte er Abendkurse. 1936-41 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Heuser und Schmurr. Bei einem Bombenangriff 1942 wurde sein Atelier in Düsseldorf zerstört, wobei fast alle frühen Arbeiten vernichtet wurden. 1946 ließ er sich als freischaffener Maler und Grafiker in Schleswig-Holstein nieder und zog 1949 nach Groß Wittensee. Er unternahm Studienreisen nach Jugoslawien, Spanien und in den Orient. 1951 wurde er Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Künstlerbundes. 1956 war er Mitbegründer der Gruppe 56 mit Gerhart Bettermann, Gottfried Brockmann, Willy Knoop, Hanns Radau, Werner Rieger und Curt Stoermer. Zwischen 1959 und 1980 hatte er Lehrtätigkeiten an verschiedenen Volkshochschulen. Seit 1959 lebte und arbeitete er mit der Malerin und Grafikerin Maria Reese zusammen, die er 1972 heiratete. 1963 erhielt er einen Lehrauftrag für Aktzeichnen an der Muthesius-Werkschule für Handwerk und angewandte Kunst in Kiel. Sein Werk löste sich im Laufe der Zeit immer stärker vom naturalistischen Stil und wandte sich dem experimentellen Umgang mit Formen, Farben und Flächen sowie dem Surrealismus zu. 1994 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Rendsburg. Carl Lambertz starb am 27. Februar 1996 in Eckernförde.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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