Guillermo Steinbrüggen:
Die öffentliche Hand

Guillermo Steinbrüggen: Die öffentliche Hand (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Guillermo Steinbrüggen: Die öffentliche Hand (1997, Dolomit aus Eggeberg)
Bosauer Straße / Ecke Pansdorfer Weg, 23554 Lübeck

Beschreibung

Aus einem großen, hellen Steinblock arbeitete Guillermo Steinbrüggen die Form einer geöffneten Hand heraus. Die Handfläche ist zum Betrachter gewendet, die fünf Finger weisen nach unten. Nach oben hin läuft die Form in den naturbelassenen Stein aus. Das unbearbeitete Rohmaterial und die Spuren der Arbeit sind ein wichtiger Bestandteil der Skulptur, sodass die Hand ein untrennbarer Teil des rohen Steines ist und aus diesem herauszuwachsen scheint. Durch die extreme Übergröße bekommt die Hand eine kraftvoll-archaische, skulpturale Wirkung. Der Künstler nennt sein Werk Die öffentliche Hand und zeigt eine Geste, die gleichermaßen als Geben wie auch als Nehmen gelesen werden kann.

Text: jp

Künstler:in

Guillermo Steinbrüggen
Guillermo Steinbrüggen wurde am 19. Oktober 1952 in Vigo (Spanien) geboren. Nachdem er 1965 nach Koblenz kam und 1972 ein Werftpraktikum in Hamburg machte, studierte er 1974–1979 Bildhauerei an der Hochschule für Künste in Berlin bei Hans Nagel und Monica Murasch und schloss als Meisterschüler von Harro Jacob ab. Bereits seit 1976 war er u.a. mit Ausstellungen in Berlin, Vigo, Barcelona und Sevilla sowie Bildhauersymposien beteiligt. Auch danach lebte und arbeitete er wechselseitig in Spanien, wo er 1980 in der Steinmetzschule in Poyo (Pontevedra, Spanien) und in der Werkstatt in Vigo mit Bühnenbildnerei und Bildhauerei in Granit und Stahl seine praktischen Kenntnisse ausbaute. 1985 zog er ganz nach Lübeck, etablierte dort sein Atelier für Bildhauerei in Granit, Kalkstein, Holz und Bronze und startete mit verschiedenen kunstpädagogischen Aktionen. Seit 1989 trug er mit vielen seiner Arbeiten im öffentlichen Raum, mehrheitlich in Lübeck, Reinfeld und Kiel bei. 1992 gründete er „Kunst auf dem Weg“, den Skulpturenwanderweg an der Kapelle in Weitendorf/Gägelow. Schon seit 1984 beteiligte er sich an diversen Projekten, Bildhauer-Symposien und Ausstellungen in Spanien als auch in Deutschland. 1994–1996 absolvierte er ein Bronzegusspraktikum bei der Kunstgießerei Artebronce in Goián (Spanien). Seit 2017 ist er mit verschiedenen kunstpädagogischen Projekten in Lübeck, Eutin oder auch Bedburg-Hau aktiv. Guillermo Steinbrüggen lebt und arbeitet heute in Lübeck-Eicholz.

Weitere Informationen (extern):Website

Text: hws

Galerie

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