Guntis Pandars:
Baum der Freundschaft

Guntis Pandars: Baum der Freundschaft (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Guntis Pandars: Baum der Freundschaft (2018, Granit)
Bordesholmer Seeterrassen, Seestrasse 6, 24582 Bordesholm

Beschreibung

Am Ufer des Bordesholmer Sees, im Bereich der Seeterrassen, steht eine zweiteilige Granitskulptur im Wasser, mit dem Blick auf das Kloster im Hintergrund. Es handelt sich um den Baum der Freundschaft, eingeweiht 2018 anlässlich des 25-jährigen Partnerschaft von Bordesholm und dem lettischen Kekava. Geschaffen wurde das Werk von Guntis Pandars, einem Bildhauer aus der Partnergemeinde. Der grüne Granit erinnert mit seiner markanten Maserung an das sanfte Spiel der Wellen im See. Das besondere Merkmal ist die Form des Zwischenraumes der beiden Stelen, denn dieser hat die Form eines kleines Baumtriebes, der bereit ist, weiter zu wachsen und sich zu entfalten.

Künstler:in

Guntis Pandars wurde am 29. Januar 1952 im lettischen Ostseebadeort Jūrmalā geboren. 1977–1995 war er als Ingenieur der Elektromechanik beschäftigt. Fünf Jahre studierte er an der Technischen Universität, Fakultät Elektroenergie, in Riga. Parallel dazu arbeitete er in der Bildhauerei und erhielt 1994 seinen Meisterbrief als Steinmetz. Der Autodidakt lernte Komposition beim lettischen Bildhauer und Dozenten der Lettischen Kunstakademie Arnolds Skribnovskis. 1995 erhielt er das erste Praxiszertifikat als Steinmetz und war im Vorstand des Zentrums für Steinbearbeitung. 1996 hat er zusammen mit seinem Kollegen eine Werkstatt zur Steinbearbeitung in Kekava gegründet, wo er bis heute tätig ist. Die Werkstatt arbeitet mit staatlichen Aufträgen und verwirklicht Ideen lettischer Bildhauer mit Stein-Kunstwerken, die er auch in Einzelausstellungen landesweit präsentieren konnte. Einer seiner bekanntesten Arbeiten die Steinfigur „Milda” befindet sich im Lettischen Staatlichen Kunstmuseum. Erfolgreiche Zusammenarbeiten gab es mit bedeutenden lettischen Bildhauern wie Glebs Pantelejews, Olga Schilowa, Aris Smildzers, Wija Dzintare, Inta Berga und vielen anderen. Seine Arbeiten in Bordesholm schuf er als Gast im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Bordesholm und der lettischen Stadt Kekava. Daran erinnert ein Gedenkstein „10 Jahre Städtepartnerschaft“ aus lettischem braunen Granit (die andere Hälfte dieses Steins befindet sich in Kekawa), der dort am 2.Oktober 2004 eingeweiht wurde. 2013 wurde er mit dem Anerkennungskreuz ausgezeichnet, einem der drei höchsten Preise der Lettischen Republik, als Ehrenpreis u.a. für kulturelles Engagement. Guntis Pandars wohnt und lebt in Rīgā, Lettland.

Galerie

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