HD Schrader:
Cubecrack IV

HD Schrader: Cubecrack IV, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

HD Schrader: Cubecrack IV (Stahl, rot lackiert, 1996).
Große Burgstraße/Ida-Boy-Ed-Garten, 23552 Lübeck.

Beschreibung

Die geometrische bzw. stereometrische Grundform des Quaders bildet die Grundlage für die Cubecracks, die HD Schrader in unterschiedlichen Versionen an verschiedenen Orten installiert hat. Mit glatten Schnitten ist der (gedachte) Quader so zerteilt, dass die entstehenden Einzelteile als eigenständige Skulptur wirken. Die räumliche Wirkung unterscheidet sich durch die rechten Winkel der Seitenflächen und die schrägen Schnittkanten klar von der gedanklichen Ursprungsform. Während der Quader ein statischer und geschlossener Körper ist, öffnen sich die Fragmente in den Raum und verändern bei jedem Schritt des Betrachters ihre Wirkung. Die signalrote Lackierung hebt sie als konstruierte „Fremdkörper“ aus der städtischen Umgebung heraus. Durch das Wechselspiel von Licht und Schatten wirkt der einheitliche rote Farbton je nach Winkel und Lichtsituation unterschiedlich.

Künstler/in

HD Schrader (Hans-Dieter Schrader) wurde 1945 in Bad Klosterlausnitz in Thüringen geboren. Er studierte 1963–1965 am San Francisco Art Institute in den USA und 1965–1969 an der damaligen Werkkunstschule Hamburg. 1972 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „IAFKG“ (International Workgroup for Constructive Art) in Antwerpen zu der u. a. die Künstler Ewerdt Hilgemann, Richard Paul Lohse, Marcello Morandini oder François Morellet gehörten. Gestartet mit einer Ausstellung zur Werkgruppe „Quadratreihungen“ in Bonn 1969 folgten Ausstellungen und Aufträge in Deutschland und weltweit. Seine visionären Vorstellungen, ausgehend vom zweidimensionalen Dreieck, Quadrat, Rechteck hin zu dreidimensionalen Körper gleich- oder verschiedenseitiger Würfel (Kuben) heben die Grenzen von Malerei und Grafik hin zur Plastik auf, stellen aber gleichzeitig im Inneren mathematisch gleichmäßige- und ungleichmäßige Konstrukte dar. Die signalrote Farbe seiner großdimensionalen Hohlkörper aus Stahl, bilden dabei einen aufmerksamkeitswirkenden Blickfang aber ausgeglichenen Kontrast zum Wechselspiel von Fläche und Raum im Spannungsfeld zum Idealkörper des Kubus dar. Seine Arbeiten werden der konstruktiv-konkreten Kunst zugerechnet. Hans Dieter Schrader lebt und arbeitet in Hamburg und auf Eiderstedt.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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