Jörg Plickat:
Kuss

Jörg Plickat: Kuss (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Kuss / Kiss (2002, Stahl, farbig lackiert, Carrara Marmor)
Skulpturenpark der Carlshütte, Am Ahlmannkai, 24782 Büdelsdorf

Beschreibung

In der kleinen Grünanlage zwischen der Obereider und dem NordArt-Gelände findet sich die Skulptur Kuss von Jörg Plickat. Ein großes, blau lackiertes Stahlelement und ein kleiner Block aus roh gebrochenem hellen Marmor bilden eine Einheit. Die formale Gestaltung ist stark reduziert und minimalistisch. Das Stahlelement besteht aus einer Linie und einem Quadrat, die sich gegenseitig in Balance halten. Der Steinblock ist in die gleiche Richtung wie der lange Stahlträger ausgerichtet. Die Skulptur erinnert an eine menschliche Umarmung. So könnte man es etwa als stark abstrahierte Darstellung einer Mutter mit Kind deuten.

Die Ausstellung NordArt und der Skulpturengarten sind gegen Eintritt und nur in den Sommermonaten zugänglich. Die kleine Grünanlage am Ahlmannkai (südlich des NordArt-Geländes) ist für Spaziergänger:innen zeitweise zugänglich.

Weitere Informationen: Website der NordArt | Skulpturen der NordArt

Text: jp

Person

Jörg Plickat
Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. 1976-80 studierte er Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seit 1980 ist er als freiberuflicher Bildhauer tätig. Nach anfänglich figürlichen Arbeiten wandte er sich rasch dem kubisch reduzierten Stil zu, der heute den größten Teil seines Werks kennzeichnet. Seine Arbeiten entstanden zunächst überwiegend in Holz und Stein, später meist in Bronze und Cortenstahl. Seit seiner ersten Ausstellung 1979 in Kiel war er an weit über 350 Ausstellungen weltweit beteiligt. Mehr als 100 seiner oft monumentalen Skulpturen sind im öffentlichen Raum auf vier Kontinenten und in vielen Kirchen in Norddeutschland zu finden. Seit 2013 besteht mit der „Koppel der Künste“ ein Skulpturenpark in seiner Heimatgemeinde Bredenbek. Seit 2011 hatte er verschiedene Gastprofessuren und Workshops an hochrangigen Universitäten, u.a. in Madrid und China. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, 2015 mit Australiens höchsten Preis für Bildhauerei, dem Macquarie Group Sculpture Prize sowie 2017 dem Internationalen NordArt-Preis. Jörg Plickat lebt und arbeitet in Bredenbek bei Rendsburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: jp

Galerie

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