Jörg Plickat:
Tor des Windes

Jörg Plickat: Tor des Windes (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Tor des Windes (2007, Diabas Nero Zimbabwe)
Koppel der Künste, Birkenweg, 24794 Bredenbek

Beschreibung

Das Tor ist eine minimalistische Konstruktion aus vier Quadern, die sich kaum weiter reduzieren lässt. Drei Elemente bilden den Rahmen, der vom vierten Element diagonal durchbrochen wird. Durch das vierte Element wird die räumliche Wirkung des Kunstwerks verstärkt, da es durch die vom Tor gebildete flache Ebene in beide Richtungen in den Raum zeigt. Der eine Pfeiler und der obere Balken sind im rechten Winkel zueinander angeordnet. Der zweite Pfeiler ist leicht um seine eigene Achse gedreht und folgt damit der Ausrichtung des am Boden liegenden Quaders. Der liegende Quader berührt beide Pfeiler, den einen an der glatten Fläche, den anderen nur an der Kante. Alle vier Quader wurden aus demselben Steinblock gebrochen und jeweils an zwei Seiten glatt poliert, an zwei Seiten roh belassen.

Text: jp

Person

Jörg Plickat
Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. 1976-80 studierte er Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seit 1980 ist er als freiberuflicher Bildhauer tätig. Nach anfänglich figürlichen Arbeiten wandte er sich rasch dem kubisch reduzierten Stil zu, der heute den größten Teil seines Werks kennzeichnet. Seine Arbeiten entstanden zunächst überwiegend in Holz und Stein, später meist in Bronze und Cortenstahl. Seit seiner ersten Ausstellung 1979 in Kiel war er an weit über 350 Ausstellungen weltweit beteiligt. Mehr als 100 seiner oft monumentalen Skulpturen sind im öffentlichen Raum auf vier Kontinenten und in vielen Kirchen in Norddeutschland zu finden. Seit 2013 besteht mit der „Koppel der Künste“ ein Skulpturenpark in seiner Heimatgemeinde Bredenbek. Seit 2011 hatte er verschiedene Gastprofessuren und Workshops an hochrangigen Universitäten, u.a. in Madrid und China. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, 2015 mit Australiens höchsten Preis für Bildhauerei, dem Macquarie Group Sculpture Prize sowie 2017 dem Internationalen NordArt-Preis. Jörg Plickat lebt und arbeitet in Bredenbek bei Rendsburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: jp

Galerie

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