Paul Heinrich Gnekow:
Kohhannel

Paul Heinrich Gnekow: Kohhannel (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Paul Heinrich Gnekow: Kohhannel (1987, Bronze, aufgestellt 2018)
Rathaus, Alter Kirchhof, 25709 Marne

Beschreibung

Vor dem Anbau des Marner Rathauses steht auf einem gemauerten Podest die von Paul Heinrich Gnekow geschaffene Bronzeplastik Kohhannel. Sie zeigt als lebhafte Szene zwei Bauern beim traditionellen Kuhhandel. Die beiden Figuren stehen einander gegenüber, zwischen sich die Kuh als Objekt des Handels. Der eine gestikuliert lebhaft, während der andere sich nachdenklich an den Hinterkopf greift. die Kuh selbst scheint recht unbeeindruckt von der Aufmerksamkeit zu sein und hat gerade einen großen Haufen hinterlassen. Die Bronzeplastik erinnert an den historischen Ochsenmarkt und sollte bereits 2008 von der Stadt aufgekauft werden, was jedoch aus finanziellen Gründen unterblieb. Erst zehn Jahre später wurde sie vom Amt für den Vorplatz des Rathausanbaus angekauft. Der Künstler präsentiert mit augenzwinkerndem Humor eine anekdotische Szene und stellt sie lebensnah und detailreich dar.

Text: jp

Person

Paul Heinrich Gnekow
Paul Heinrich Gnekow wurde am 16. Oktober 1928 in Marne, Schleswig-Holstein, geboren. Nach Schulbesuch und Militärdienst lernte er das Steinmetzhandwerk im väterlichen, bereits vom Großvater gegründeten Betrieb. Dann studierte er in Wunsiedel bei Professor Artur Sansoni, erwarb 1951 den Meisterbrief der Handwerkskammer Bayreuth. Paul Heinrich Gnekow schuf u.a. das Deicharbeiterdenkmal in Meldorf, den Poseidon auf der Lübecker Puppenbrücke, aus Sandstein eine Madonna mit Kind für den Giebelpfeiler des Lübecker Holstentors und die Figurenplatten an der Kirche in Barlt. Ein Liebespaar von Gnekow steht in St. Tropez. 2006 erhielt Paul Heinrich Gnekow den Kunstpreis des Kreises Dithmarschen. Er starb 2015.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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