Pierre Schumann:
Geometrisches Relief

Pierre Schumann: Geometrisches Relief, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Pierre Schumann (Hans-Pierre Schumann): Geometrisches Relief
(1980, Marmor)
Vor dem Festsaal am Falkenberg, Langenharmer Weg 90, 22844 Norderstedt

Beschreibung

Vor dem Festsaal am Falkenberg steht auf einem schmalen Sockel eine Skulptur aus Marmor, die Bildhauer Pierre Schumann im Jahr 1980 während des 2. Internationalen Symposiums bildender Künstler in Norderstedt fertigte. Die Arbeit ist eine Mischung aus geometrischer und pflanzlicher Formensprache, die aus sich heraus entstanden ist und die Form selbst zum Thema der Arbeit macht. Der Künstler versah eine flache, elliptische Scheibe beidseitig mit einem reliefartigen Muster, das leichte Ähnlichkeit mit einem Blatt aufweist, ohne dies zu imitieren. Glatt polierte und raue bearbeitete Bereiche wechseln sich ebenso ab wie gerade und runde Linien. Durch die klare Linienführung erhält das Objekt eine zeichenhafte Wirkung – fast so wie moderne Firmenlogos.

Text: jp

Künstler:in

Pierre Schumann
Pierre Schumann wurde 1917 als Hans-Adolf Peter Schumann in Heide/Dithmarschen geboren. Er lernte den Beruf des Steinmetzes und studierte ab 1947 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Edwin Scharff und ab 1950 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Otto Baum. Studienreisen führten ihn u.a. nach Paris, Antwerpen, Montreal und nach Italien, wo er Kontakte zu anderen berühmten Künstlern hatte. 1952 stellte er gemeinsam mit Picasso und Soulages aus. Es folgten über 200 Ausstellungen u.a. in Paris, Sao Paulo, Montreal, Skandinavien, Irland, Gent, Mailand, Venedig und Carrara. 1967 erhielt seine Madonna Nera den 1. Preis der Internationalen Biennale von Carrara. Seine Arbeiten finden sich in Sammlungen in Europa und den USA. Er war ein Bildhauer der Moderne. Sein bevorzugtes Arbeitsmaterial war Marmor, wobei viele Arbeiten auch in Bronze umgesetzt wurden. Sein wesentliches Schaffensprinzip waren die Reduktion und das Gleichgewicht zwischen Masse und Leere sowie das Wechselspiel zwischen der Energie des Materials und der gestalterischen Kraft des Bildhauers. 2007 erhielt er den Norddeutschen Kulturpreis. Pierre Schumann starb 2011 in Eutin.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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