Richard Emil Kuöhl:
Gewerbe-Allegorien

Richard Emil Kuöhl: Gewerbe-Allegorien, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Richard Emil Kuöhl: Gewerbe-Allegorien (1925, Keramik)
Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie, Parade 2, 23552 Lübeck

Beschreibung

Drei Figuren aus Keramik, umgeben von einem Rautenmuster, schmücken die schmale Giebelseite der 1924 erbauten Gewerbeschule. Rechts und links stehen zwei junge Männer (Knaben) als Verweise auf Maschinenbau und Metallgewerbe, die Zirkel bzw. Zahnrad in den Händen halten. In der Mitte zwischen beiden findet sich der Lübecker Doppelkopfadler als Zeichen für den Bauherren, die Hansestadt. Die Schule wurde vom Architekten Friedrich Wilhelm Virck (1882–1926) erbaut, die schmückende Keramik stammt vom Bildhauer Richard Emil Kuöhl. Heute dient das Gebäude als Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie.

Künstler/in

Richard Emil Kuöhl wurde am 31. Mai 1880 in Meißen geboren. Nach einer Ausbildung als Kunsttöpfer studierte er ab 1902 an der Dresdner Kunstgewerbeschule beim Bildhauer Karl Groß. Später folgte er seinem Lehrer aus Dresden Fritz Schumacher nach Hamburg, der u.a. für seine Backsteinbauten bekannt geworden ist, die Kuöhl dann in den folgenden Jahren mit Skulpturen ergänzend bestückte. Diese setzte er in Stein, Keramik und Terrakotta für Gebäude u.a. in Bad Oldesloe, Flensburg, Lübeck oder Hamburg sowie in Kunstobjekten auf Grabanlagen des Ohlsdorfer Friedhofs um. Er war Mitglied im Hamburger Kunstverein und 1919–1932 Mitglied der Hamburger Sezession, deren Jahresausstellung 1933 von den Nationalsozialisten zwangsgeschlossen wurde. Auch nach der Machtübernahme der NSDAP diente er den staatlichen Institutionen als Auftragnehmer wie beispielsweise mit dem Kriegerdenkmal in Hamburg, dem dann in den 1980er Jahren das Gegendenkmal des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka gegenübergestellt wurde. Er starb am 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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