Ursula Hensel-Krüger:
Wilhelmine

Ursula Hensel-Krüger: Wilhelmine (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Ursula Hensel-Krüger: Wilhelmine (1980, Bronze)
Wilhelmstraße, 25980 Westerland (Sylt)

Beschreibung

Fröhlich und vollkommen unbeschwert sitzt die nackte Wilhelmine in der Mitte des Brunnens mitten in Westerland und ist ganz bei sich, während sich sich ausgiebig dem Bade hingibt. Ihren Namen verdankt sie dem Standort in der Wilhelmstraße, doch ihre Beliebtheit hat sie sich ganz alleine verdient. Das verschmitzte Gesicht und die rundlichen Körperformen wecken Assoziationen an ein drolliges Kleinkind, und dies ist sicher ein Grund dafür, warum die Passanten der Einkaufsstraße sie sofort in ihre Herz schließen. Die Brunnenplastik von Ursula Hensel-Krüger gilt heute als eines der Wahrzeichen der Nordseeinsel und ist ein beliebtes Fotomotiv. Sie verbindet die Nähe zum Wasser mit einer Atmosphäre von entspannter und heiterer Gelassenheit.

Text: jp

Künstler:in

Ursula Hensel-Krüger
Ursula Hensel-Krüger wurde am 26. Juni 1925 in Hamburg geboren. Die ersten zehn Jahre ihrer Kindheit lebte sie in den Vereinigten Staaten. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte sie in Kiel und arbeitete dort als Kindergärtnerin. Anschließend begann sie ihre Kunststudien überwiegend autodidaktisch und besuchte 1950 als Gast die Stuttgarter Kunstakademie. 1951 studierte sie ein Jahr lang in Mailand, Florenz und an der Accademia di Belle Arti di Roma. 1956 stellte sie ihre ersten Plastiken aus. Mit den Mitteln eines einjährigen Landesstipendiums studierte sie dann in Paris und Italien. Auch Reisen nach Mittel- und Südamerika und nach Russland folgten später. Seit 1963 lebte und arbeitete sie in Westerland/Sylt und erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. Mit ihren Plastiken wollte sie Optimismus und Freude ausstrahlen und ein Gegengewicht zum harten Alltag aufzeigen. 1983 beendete sie ihre bildhauerische Tätigkeit. Ursula Hensel-Krüger starb am 25. Februar 1992 in Westerland.

Text: jp

Galerie

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