Adolf Brütt:
Der Fischer

Adolf Brütt: Der Fischer, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Adolf Brütt: Der Fischer bzw. Gerettet (Bronze, 1887/1894, aufgestellt 1991).
An der Schanze, 24226 Heikendorf.

Beschreibung

Die Realitätsnähe der Figur ist ergreifend. Nicht nur die Gestaltung der Statue ist ein Abbild der Wirklichkeit, auch die Geschichte selbst ist real passiert. Adolf Brütt machte mehrfach Urlaub in Möltenort, wo eines Tages der Fischer Klaus Löpthien eine junge Frau vor dem Ertrinken rettete. Ihm zu Ehren schuf der Bildhauer später die Bronzefigur, die von der Berliner Nationalgalerie als ein Hauptwerk des deutschen Realismus angekauft wurde. Eine Version steht heute auf dem Museumsberg in Flensburg, ein Zweitguss wurde 1991 am Ort des Geschehens in Möltenort aufgestellt.

In der formalen Gestaltung zeigte der Bildhauer sein meisterliches Können. Der kräftige Fischer in wetterfester Kleidung hält das nur leicht bekleidete, zarte Mädchen in den Händen. Der feste Stand des Fischers und die kraftlose Haltung des Frau ergeben einen eindrucksvollen Kontrast. Der Körper der Frau formt weich fließende Linien, während der männliche Körper stabil aufrecht steht.

Künstler/in

Adolf Carl Johannes Brütt wurde am 10. Mai 1855 in Husum geboren. Nach einer Steinbildhauerlehre in Kiel studierte er 1875–1878 an der Berliner Kunstakademie und war Meisterschüler des Bildhauers Leopold Rau. Die Schwerttänzerin von 1891–1893, für die er auf der Weltausstellung in Paris 1900 die Goldmedaille bekam, machte ihn auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Goldene Medaillen erhielt er auch für seine Ausstellungen in Berlin, Melbourne, St. Louis 1904 und Chicago 1893. Er war Professor und Senator der Preußischen Akademie der Künste, Berlin und gilt als einer der Hauptvertreter des norddeutschen Realismus. Adolf Brütt starb am 6. November 1939 in Bad Berka/Thüringen. Sein Nachlass wird vom Nordsee Museum Nissenhaus in Husum verwaltet.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

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Galerie

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