Adolf Brütt:
Tine-Brunnen

Adolf Brütt: Tine-Brunnen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Adolf Brütt: Tine (1902, Bronze)
Marktplatz, 25813 Husum

Beschreibung

Der Tine-Brunnen (auch: Asmussen-Woldsen-Brunnen) wurde 1902 eingeweiht zu Ehren der zwei Wohltäter der Stadt, Friedrich Woldsen und Anna Catharine (Tine) Asmussen. Als Modell stand die junge Husumerin Dora Fuchs. Die Figur erinnert an eine alte Sage: Im Winter feierte die ganze Stadt ein großes Fest draußen an der See. Nur eine alte, kranke Fischerfrau konnte nicht teilnehmen und beobachtete das Treiben von ihrem Bett aus. Abends erkannte sie als einzige die bedrohlich aufziehenden Wolken, doch ihre Rufe wurden nicht gehört. Also schleuderte sie mit großer Kraft ein Stück Holz aus dem Ofen auf ihr Bett, das sofort lichterloh brannte und die Husumer aufschreckte. Diese rannten alle zum Häuschen der alten Frau, als in diesem Moment die Flut am Strand losbrach. So hat die Fischerin ihr Hab und Gut geopfert, um die ganze Stadt zu retten. Der Blick der Statue auf dem Marktplatz ist in Richtung See im Westen gerichtet.

Künstler/in

Adolf Carl Johannes Brütt wurde am 10. Mai 1855 in Husum geboren. Nach einer Steinbildhauerlehre in Kiel studierte er 1875–1878 an der Berliner Kunstakademie und war Meisterschüler des Bildhauers Leopold Rau. Die Schwerttänzerin von 1891–1893, für die er auf der Weltausstellung in Paris 1900 die Goldmedaille bekam, machte ihn auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Goldene Medaillen erhielt er auch für seine Ausstellungen in Berlin, Melbourne, St. Louis 1904 und Chicago 1893. Er war Professor und Senator der Preußischen Akademie der Künste, Berlin und gilt als einer der Hauptvertreter des norddeutschen Realismus. Adolf Brütt starb am 6. November 1939 in Bad Berka/Thüringen. Sein Nachlass wird vom Nordsee Museum Nissenhaus in Husum verwaltet.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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