Albert Woebcke:
Friedrich Ebert

Albert Woebcke: Friedrich Ebert (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Albert Woebcke: Friedrich Ebert
(1946/48, Bronze, Büste, Höhe der Stele 4,5 Meter)
Friedrich Ebert Hof 12-14, Innenhof, 22763 Hamburg (Ottensen)

Beschreibung

Die Wohnsiedlung Friedrich Ebert Hof an der Friedensallee entstand Ende der 1920er Jahre im Zuge des kommunalen Wohnungsbaus im damals noch selbständigen Altona mit 738 Wohnungen für „Angehörige der Arbeiterschaft“. Die Wohnanlage ist im Stil des Neuen Bauens aus kubischen Flachdachgebäuden aus rotem Backstein mit schlichter Fassade konzipiert und gruppiert sich um einen Innenhof. Benannt ist sie nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert (*1871, †1925), dem nach dem Zweiten Weltkrieg auch eine Gedenkstele mit Büste im Innenhof der Anlage gewidmet wurde. Der lebensgroße Portätkopf wurde von Albert Woebcke gestaltet.

Text: jp

Person

Albert Woebcke
Albert Christian Friedrich Wöbcke wurde am 5. Februar 1896 in Altona geboren. Während seiner Steinbildhauerlehre 1911–1913 besuchte er die Altonaer Kunst-Gewerbeschule, die er mit Auszeichnung abschloss. Nach dem Krieg arbeitete er freischaffend, war Mitglied der „Tafelrunde“ Hans W. Fischers und trat 1920 der Hochschule der Künste bei. Er war Mitglied des Deutschen Werkbunds und 1927–1933 der Hamburger Sezession. 1926 übernahm er zudem die Bildhauerklasse der Kunstschule Altona. Studienaufenthalte und Reisen ins südeuropäische Ausland bereicherten maßgeblich seine künstlerische Fortbildung als Bildhauer, Maler und Grafiker. Er erhielt Aufträge von Fritz Schumacher und Förderung durch den Direktor der Kunsthalle Gustav Pauli. 1937 wurde ein Teil seiner Arbeiten als „Entartete Kunst“ in Berlin beschlagnahmt. Orientiert an den künstlerischen Vorbildern der Bildhauer seiner Zeit wie Degas, Marcks, Moore, Seitz und Barlach, schuf er hauptsächlich Akte, Kleinplastiken und ab 1925 auch solche zur Kunst der Antike, Italiens und Frankreichs. Realisitische Portraits mit auffälligen Bearbeitungsspuren, die sich dann aber in der Nachkriegszeit stilistisch, vor allem auch in Zeichnungen und Malerei, durch Härte und Starre wiederfanden, waren Ausdrucksmerkmale seiner Kunst. Albert Wöbcke starb am 5. Dezember 1980 in Hamburg.

Text: hws

Galerie

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