Berto Lardera:
Zwischen den Welten

Berto Lardera: Zwischen den Welten (Foto: Jan Petersen / Kunst@SH, 2021)

Daten zum Werk

Berto Lardera: Zwischen den Welten (1959, Stahl, Kupfer)
Technische Universität, Freigelände am Teich, 21073 Hamburg (Harburg)

Beschreibung

Im Teich auf dem Campus der Technischen Universität Harburg steht auf einem Steinsockel die Metallplastik Zwischen den Welten von Berto Lardera. Sie ist fantasievoll aus unregelmäßig geschnittenen Metallblechen zusammengefügt, sodass die flachen Bleche sich in alle Richtungen in den Raum ausbreiten. Die Spiegelung auf der Wasserfläche des Teiches ergänzt die Wirkung der Arbeit. Sie spiegelt auch den Geist der Nachkriegszeit wieder, als sich eine große Zahl von Künstlerinnen und Künstlern von der figürlichen Kunst verabschiedeten und stattdessen ihre Kunst eigenständig aus der reinen Fantasie schöpften. Das Werk stellt nichts dar, sondern gewinnt seine Kraft aus der reinen Form, aus der Kombination der Elemente und aus dem lebhaften Spiel von Licht und Schatten. So will es die Fantasie der Menschen anregen und deren Assoziationen freien Lauf lassen. Ursprünglich stand die Plastik vor dem Gesundheitsamt in Harburg, bis sie Ende der 1990er Jahre ihren neuen Standort fand.

Text: jp

Person

Berto Lardera
Roberto „Berto“ Lardera wurde am 18. Dezember 1911 in La Spezia, Italien geboren. Er studierte an der Universität in Florenz. Als Autodidakt erlernte er die Techniken der Plastik und Bildhauerei. Seine Metallskulpturen sind geprägt von den Impressionen seiner Kindheit als Sohn eines Werftarbeiters. Seine erste Einzelausstellung hatte er 1942 in Mailand. Seit 1947 lebte und arbeitete er in Paris, seit 1965 mit französischer Staatsbürgerschaft. Er war 1948, 1950 und 1952 Teilnehmer der Biennale in Venedig sowie 1955, 1959 und 1964 Teilnehmer der documenta in Kassel. 1958–61 hatte er eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Berto Lardera starb am 23. Februar 1989 in Paris, Frankreich.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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