Doris Waschk-Balz: Mahnmal für die zerstörte Synagoge

Doris Waschk-Balz: Mahnmal für die zerstörte Synagoge, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Doris Waschk-Balz: Mahnmal für die zerstörte Synagoge (Bronze, 1989).
Goethestraße/Humboldtstraße, 24116 Kiel.

Beschreibung

Die Kieler Synagoge wurde, wie viele andere in Deutschland auch, am 9. November 1938 zerstört. Die Idee, die Bildhauerin Doris Waschk-Balz rund 60 Jahre später für ihr Mahnmal umsetzte, ist ganz einfach: Sie zeigt den Akt der Zerstörung. Der ordentlich aufgebaute Altar mit achtarmigem Leuchter ist umgestürzt, die Wand ist zerbrochen. Die Umrisse der Synagoge sind gerade noch auf dem Bruchstück zu erkennen. Die gerade noch in der Schwebe gehaltenen Teile legen so eindrücklich Zeugnis ab von der Gewalt und Zerstörungskraft.

Künstler

Doris Waschk-Balz wurde am 26. November 1942 in Berlin geboren. Nach ihrem Abitur in Heilbronn begann sie 1962 das Studium bei Ulrich Günther (Keramik) und Rudolf Daudert (Bildhauerei) an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1964 setzte sie dieses bei Gustav Seitz an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg fort. Seit 1968 ist sie freischaffende Künstlerin. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Zeichner und Buchillustrator Klaus Waschk, in Hamburg. Wichtigstes Element in ihren oft mehrteiligen und unterschiedlich kombinierbaren Arbeiten aus Terrakotta und Bronze ist das Spiel mit der Perspektive, mit Figuren und Landschaft.

Galerie

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