Doris Waschk-Balz:
Mensch und Natur

Doris Waschk-Balz: Mensch und Natur (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Doris Waschk-Balz: Mensch und Natur (1985, Bronze, Granit, mehrteilig)
Käkenflur, 22419 Hamburg (Langenhorn)

Beschreibung

Ein außergewöhnliches Kunstwerk findet sich im Bereich der Käkenflur in Langenhorn. Doris Waschk-Balz präsentiert Ihre Installation Mensch und Natur als ein Gesamtkunstwerk, das die Räume der Umgebung mit dem zentralen Platz verbindet. Auf einer niedrigen, mehrstufigen Steinfläche mit quadratischem Grundriss steht ein Ensemble aus Bronzeplastiken, teilweise platziert auf Postamenten aus Granit. Die einzelnen Motive sind dort harmonisch so arrangiert, dass sich aus jedem Blickwinkel interessante Perspektiven ergeben. Geht man um die Fläche herum, zeigen sich immer wieder neue Ansichten und Verbindungen, während andere Teile verborgen sind.

Das Figurenensemble besteht aus verschiedenen organischen Motiven und vier menschlichen Darstellungen. Eine liegende Frau, ein stehender Mann, ein sitzendes Kleinkind und eine männliche Büste in unterschiedlichen Größen sind in alle vier Richtungen hin ausgerichtet. Sie repräsentieren die Vielfalt von männlich und weiblich, von jung und alt sowie der Haltungen Stehen, Sitzen und Liegen. Auch die Tier- und Pflanzenmotive repräsentieren eine große Vielfalt von geschlossenen, offenen und sich öffnenden Formen, von rund über spiralförmig gewunden bis linear. Die Formensprache der Pflanzen ähnelt jener der Menschen, sodass Mensch und Natur hier trotz ihrer großen Vielfalt zugleich als Einheit wirken.

Während hier der Dialog und das Zusammenspiel der Figuren im Mittelpunkt stehen, existieren die Bronzeplastiken auch in einer zweiten Version als Einzelwerke, die verteilt an verschiedenen Orten der Umgebung stehen. So wirkt die Kunst als ein Element, das die Räume des Quartiers zu einer Einheit verbindet und dazu einlädt, die einzelnen Stationen mit offenen Augen und wachen Sinnen zu erkunden. Zwei Figuren wurden leider gestohlen, sodass die Birne und das Schneckenhaus nur noch einmal statt doppelt vorhanden ist.

Künstler/in

Doris Waschk-Balz wurde am 26. November 1942 in Berlin geboren. Nach ihrem Abitur in Heilbronn begann sie 1962 das Studium bei Ulrich Günther (Keramik) und Rudolf Daudert (Bildhauerei) an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1964 setzte sie dieses bei Gustav Seitz an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg fort. Seit 1968 ist sie freischaffende Künstlerin. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Zeichner und Buchillustrator Klaus Waschk, in Hamburg. Wichtigstes Element in ihren oft mehrteiligen und unterschiedlich kombinierbaren Arbeiten aus Terrakotta und Bronze ist das Spiel mit der Perspektive, mit Figuren und Landschaft.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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