Ernst Rietschel und Adolf von Donndorf:
Martin Luther

Ernst Rietschel und Adolf von Donndorf: Martin Luther (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Ernst Rietschel und Adolf von Donndorf: Martin Luther (Steingut)
Kindervilla Fruchtallee, Fruchtallee 22 / Bei der Christuskirche 1, 20259 Hamburg (Eimsbüttel)

Beschreibung

Die Fassade der heutigen Kindervilla Fruchtallee neben der Christuskirche ist geschmückt mit einer Figur des Reformators Martin Luther (1483–1546). Hierbei handelt es sich um eine Steingutarbeit nach dem Entwurf der beiden Bildhauer Ernst Rietschel und Adolf von Donndorf. Es ist eine klassische Darstellung des stehenden Luther im langen Gewand mit aufgeschlagener Bibel in der linken Hand.

Text: jp

Person

Adolf von Donndorf
Adolf Donndorf, ab 1889 von Donndorf, wurde am 16. Februar 1835 in Weimar geboren. 1853–61 war er als Schüler Ernst Rietschels in dessen Atelier in Dresden tätig. Nach dessen Tod führte er gemeinsam mit Gustav Adolph Kietz das Lutherdenkmal für Worms zu Ende. 1864 wurde er zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie ernannt. 1876–1910 war er Professor der Bildhauerei an der Königlichen Kunstschule (ab 1901 Akademie der bildenden Künste) in Stuttgart. 1889 erhielt er das Ehrenritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone, verbunden mit dem persönlichen Adelstitel. Adolf von Donndorf starb am 20. Dezember 1916 in Stuttgart.

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Ernst Rietschel
Ernst Friedrich August Rietschel wurde am 15. Dezember 1804 in Pulsnitz, Sachsen geboren. 1820 begann er ein Studium an der Königlichen Sächsischen Kunstakademie zu Dresden. Ab 1823 lernte er im Atelier bei Franz Pettrich. Als erste eigenständige Arbeite schuf er eine Figur des Meeresgottes Neptun für den Marktbrunnen in Nordhausen.1826 siedelte er nach Berlin über und arbeitete im Atelier von Christian Daniel Rauch. 1832 erhielt er die Professur für Bildhauerei an der Dresdner Kunstakademie. 1833 bezog er sein Atelier im Brühlschen Gartenpavillon. Er war, in Zusammenarbeit mit vielen bedeutenden Architekten, für den bauplastischen Schmuck vieler Gebäude verantwortlich, vor allem in Dresden. 1836 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Berliner Akademie der Künste ernannt, nur Wochen später zum Ehrenmitglied der Kunstakademie in Wien. Als Bildhauer des Spätklassizismus wurde er über die Grenzen des deutschen Bundes hinaus als bedeutendster Denkmal-Künstler seiner Zeit bekannt. 1855 beteiligte er sich an der Pariser Kunstausstellung mit einer Lessing-Statue, wurde mit der Großen Ehrenmedaille ausgezeichnet und zum Ritter der Französischen Ehrenlegion ernannt. 1856 ernannte ihn die Stockholmer Akademie zum Ehrenmitglied. 1857 wurde sein Goethe- und Schiller-Denkmal in Weimar enthüllt. 1858 wurde er in den preußischen Orden Pour le Merite für Wissenschaft und Künste aufgenommen. Ernst Rietschel starb am 21. Februar 1861 in Dresden.

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Galerie

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