Georg Wrba:
Mönckebergbrunnen

Georg Wrba: Mönckebergbrunnen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Georg Wrba: Mönckebergbrunnen (1914-26, Stein und Bronze)
Mönckebergstraße / Spitalerstraße, 20095 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Die prächtige Brunnenanlage in der Mönckebergstraße zählt zu den bekanntesten und beliebtesten öffentlichen Kunstwerken der Hansestadt. Sie wurde zu Ehren des frühreren Bürgermeisters Johann Georg Mönckeberg (1839–1908) als Mönckebergbrunnen benannt. Die steinerne Brunnenanlage besteht aus einem erhöhten Mittelteil und niedrigeren Seitenteilen sowie einem vorgelagerten Wasserbecken. Der Mittelteil ist reich verziert mit figürlichen Reliefs sowie einem Porträtrelief des Bürgermeisters. Über allem thront ein bronzener Löwe. Nachdem der Orignallöwe im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, entstand später eine freie Nachbildung. Die beiden Seitenteile tragen zwei sitzende Aktfiguren, die sich auf wasserspeiende Seelöwen aufstützen. Links ist eine männliche, rechts eine weibliche Figur zu sehen.

Text: jp

Person

Georg Wrba
Georg Wrba wurde am 3. Januar 1872 als Sohn eines Schmiedes in München geboren. Nach einer Ausbildung bei Jakob Bradl dem Älteren und dessen Sohn Jakob Bradl dem Jüngeren studierte er 1891–1896 an der Akademie der Bildenden Künste München. 1897 ließ er sich als selbstständiger Bildhauer nieder und wurde Leiter der städtischen Bildhauerfachschule. Er wurde mit der bauplastischen Ausgestaltung des Neuen Rathauses in Leipzig beauftragt und nahm als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes seit 1904 an deren jährlichen Ausstellungen teil. Nach Arbeiten 1906/1907 in Berlin lehrte er 1907–1930 an der Akademie der Bildenden Künste Dresden und war Gründungsmitglied der Künstlervereinigung „Die Zunft“ mit ihrem Zielschwerpunkt, Malerei und Plastik in der Architektur zu verbinden. 1909 war er Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der Künstlervereinigung Dresden. 1910 fertigte Wrba ein Gutachten für die Restaurierung und Ergänzung der fehlenden Teile des Zwingers an. Er leitete die Arbeiten von 53 Steinbildhauern zwischen 1911 und 1933 und schuf zahlreiche Figurengruppen nach lebendem Modell für den Zwinger. Er gehörte zu den bedeutenden deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts und schuf weit über 3000 plastische Werke, unter anderem als Mitarbeiter der Zwingerhütte in Dresden, aber auch in anderen deutschen Städten wie München, Bremen, Berlin oder Hamburg. Georg Wrba starb am 9. Januar 1939 in Dresden.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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