Grabmal Oskar Killinger

Grabmal Oskar Killinger (Foto: Kunst@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Grabmal Oskar Killinger (2019, Anröchter Stein)
Friedhof, Schloßstraße 1, 23883 Seedorf

Beschreibung

Auf dem Friedhof in Seedorf fällt ein ungewöhnlicher Grabstein ins Auge: eine unregelmäßig geformte Stele, die mit Kinderzeichnungen überzogen ist. Der genaue Blick verrät, dass der verstorbene Oskar Killinger nur 14 Jahre alt wurde. Neugierig geworden, führt eine Anfrage im Internet auf die Oskar-Killinger-Stiftung und die Krankheit SUDEP (Sudden Unexpected Death in Epilepsy). Oskar starb im Spätsommer 2019 nachts am plötzlichen Epilepsietod, einem noch weitgehend unerforschten Risiko infolge der chronischen Erkrankung an Epilepsie. Die Eltern nahmen dieses tragische Ereignis zum Anlass, mit Hilfe der neu gegründeten Stiftung über die Erkrankung und die bessere Vorbeugung durch geeignete Überwachungsmaßnahmen und ggf. Erste-Hilfe-Maßnahmen zu informieren. Auf der Website „stop sudep – Gegen den plötzlichen Epilepsietod“ bietet die Stiftung nun eine Plattform für Betroffene und Angehörige.

Der Grabstein in Seedorf spiegelt die persönliche Geschichte der Familie. Im Vorgarten stand bereits seit Jahren eine Stele, die von der Künstlerin Ruth Gilberger gestaltet wurde. Der untere Teil dieser Stele wies zufällig Motive auf, die zur Familiensituation passen. Es entstand dann die Idee, diesen Teil der Stele für das Grabmal zu nutzen und den oberen im Garten zu belassen. Die Bildhauerin Annette Streyl bearbeitete den Stein sehr behutsam, auch unter Verwendung von Zeichnungen des damals fünfjährigen Bruders, der den Elefanten und die Giraffe malte.

Weitere Informationen (extern): www.sudep.de

Text: jp

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